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Form

Ballabile

Ensembletanz im Ballett, der aus mehreren rhythmisch unterschiedlichen Einzeltänzen zusammengesetzt ist.

Was es bedeutet

Ballabile bezeichnet im Ballett einen Gesamttanz des Corps de ballet, der sich aus mehreren einzelnen, verschieden rhythmisierten Tanzabschnitten zusammensetzt. Der Begriff kommt vom italienischen ballabile, „tanzbar“, und meint ursprünglich ganz allgemein einen Tanzsatz, hat sich in der Ballettterminologie aber zu einer festen Bezeichnung für diese Ensembleform entwickelt.

Anders als eine einheitliche Tanznummer wechselt das Ballabile innerhalb eines Satzes mehrfach Takt und Charakter, sodass verschiedene Gruppen des Ensembles nacheinander oder gegeneinander tanzen können.

Musikalische Verwendung

Das Ballabile gehört zum klassischen Aufbau großer Ballettakte des 19. Jahrhunderts, in denen sich Solonummern wie Pas de deux oder Variation mit Ensembleabschnitten abwechseln. Der Komponist unterteilt dabei die Musik in kurze, kontrastierende Abschnitte, die choreographisch unterschiedlichen Gruppen zugeordnet werden.

Abzugrenzen ist das Ballabile vom Pas de deux, der einem tanzenden Paar vorbehalten ist, sowie von der Variation, einem virtuosen Solo. Während diese die einzelnen Tänzer hervorheben, zeigt das Ballabile die Wirkung des Ensembles als Ganzes.

Spielpraxis

Achte beim Hören eines Ballabile auf die Wechsel zwischen den einzelnen Tanzabschnitten: Jeder trägt meist einen eigenen Takt und Charakter, auch wenn sie musikalisch fließend ineinander übergehen. Verfolge, wie die Musik die verschiedenen Tanzgruppen des Ensembles unterscheidet, etwa durch Instrumentierung oder Melodik.