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Geschichte

Banda

In der Oper ein zusätzliches Blas- und Schlagorchester, oft sichtbar auf der Bühne postiert („Banda sul palco“).

Was es bedeutet

Banda (italienisch, französisch „Bande“, englisch „Band“) bezeichnete ursprünglich ganz allgemein eine Musikergruppe, ohne den heute mitschwingenden Nebensinn einer bloßen Blaskapelle. In der Oper des 19. Jahrhunderts hat sich der Begriff auf ein zusätzliches Bläser- und Schlagzeugensemble verengt, das getrennt vom eigentlichen Orchester im Graben aufgestellt wird.

Besonders bekannt ist die Banda sul palco: ein zweites, oft auf der Bühne sichtbar postiertes Ensemble, das in die Handlung eingebunden ist, etwa als Militärkapelle, Tanzmusik bei einem Fest oder Fernorchester.

Musikalische Verwendung

In italienischen Opern des 19. Jahrhunderts, etwa bei Verdi, wird die Banda für Marsch- und Festmusik eingesetzt, die klanglich vom Orchester im Graben abgesetzt bleibt und dadurch eine zusätzliche Klangebene und oft auch räumliche Wirkung erzeugt. Historisch steht dahinter auch der Einfluss der Janitscharenmusik, der türkisch geprägten Militärmusik mit ihrem markanten Bläser- und Schlagzeugklang, die im 18. Jahrhundert auf die europäische Bühnenmusik wirkte.

Abzugrenzen ist die Banda vom regulären Opernorchester im Graben: Sie ist ein eigenständiges, meist kleiner besetztes Ensemble mit eigener Aufstellung, nicht bloß eine Verstärkung der Bläsergruppe.

Spielpraxis

Achte beim Hören auf den räumlichen Effekt: Die Banda soll bewusst von einem anderen Ort erklingen als das Hauptorchester, sei es von der Bühne, aus den Kulissen oder von einem Balkon. Wenn du selbst in einer Banda-Besetzung spielst, ist präzises Zusammenspiel mit dem Dirigenten im Graben besonders wichtig, da der Sichtkontakt oft eingeschränkt ist.