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Instrument

Bandola

Lauten- bzw. mandolinenartiges Zupfinstrument mit Stahl- oder Darmsaiten, in Lateinamerika bis heute in der Volksmusik gebräuchlich.

Was es bedeutet

Die Bandola ist ein lautenartiges Zupfinstrument, dessen Bauform je nach Region variiert: Historische europäische Beschreibungen des 19. Jahrhunderts nennen sie der Mandoline im Wesentlichen gleichartig und mit einer kleineren oder größeren Zahl von Stahl- oder Darmsaiten bespannt. In Lateinamerika entwickelten sich davon eigenständige, regional unterschiedliche Instrumente, die den Namen bis heute tragen.

Musikalische Verwendung

In Kolumbien, Venezuela und weiteren Ländern Südamerikas ist die Bandola ein tragendes Melodieinstrument der Volksmusik, etwa im kolumbianischen Bambuco oder im venezolanischen Llano. Sie wird meist mit Plektrum gespielt und übernimmt oft die führende Melodiestimme über einer Begleitung aus Gitarre oder Cuatro.

Abzugrenzen ist die Bandola von der eng verwandten Bandurria und der Mandoline: Alle drei gehören zur Familie kleiner, birnen- oder flachkorpusiger Zupfinstrumente, unterscheiden sich aber in Saitenzahl, Stimmung und regionaler Verwendung.

Spielpraxis

Wenn du eine lateinamerikanische Bandola spielst, achte auf das Zusammenspiel mit Begleitinstrumenten wie Cuatro oder Gitarre, da die Bandola meist die tragende Melodielinie führt, während die Begleitung den harmonisch-rhythmischen Rahmen liefert.