Banjo
Zupfinstrument mit rundem, fellbespanntem Resonanzkörper.
Was es bedeutet
Das Banjo ist ein Zupfinstrument, dessen runder Korpus statt einer Holzdecke mit einem gespannten Fell oder heute meist Kunststofffell bespannt ist, ähnlich einer Trommel. Über dieses Fell läuft ein langer Hals mit Bünden, auf dem meist vier oder fünf Saiten liegen. Der Klang ist perkussiv, hell und schnell abklingend, deutlich anders als der einer Gitarre mit Resonanzkörper aus Holz.
Das Instrument entstand aus westafrikanischen Lauteninstrumenten mit Kürbis- oder Kalebassenkorpus, die versklavte Menschen in Amerika mitbrachten und weiterentwickelten.
Musikalische Verwendung
Im 19. Jahrhundert wurde das Banjo in der amerikanischen Minstrel-Unterhaltung populär und fand von dort seinen Weg in Old-Time-Music, Bluegrass, Dixieland-Jazz und Folk. Im Bluegrass ist besonders das fünfsaitige Banjo mit seiner charakteristischen, rollenden Fingerpicking-Technik prägend, im Dixieland dagegen das viersaitige Tenor- oder Plektrumbanjo mit rhythmisch geschlagenen Akkorden.
Abzugrenzen ist das Banjo von der Mandoline und der Gitarre: Alle drei sind Zupfinstrumente, doch nur das Banjo besitzt den fellbespannten, trommelartigen Resonanzkörper.
Spielpraxis
Wenn du Banjo spielst, achte auf die Fellspannung, da sie den Klangcharakter stark beeinflusst: Ein straff gespanntes Fell klingt heller und trockener. Im Bluegrass lohnt sich das Üben der Rollmuster mit Fingerpicks, im Old-Time-Stil dagegen die Clawhammer-Technik mit abwärts schlagenden Fingern.