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Jazz

Bebop

Virtuoser Jazzstil der 1940er-Jahre mit schnellen Tempi und komplexer Harmonik (Charlie Parker, Dizzy Gillespie).

Was es bedeutet

Bebop ist ein Jazzstil, der sich in den 1940er-Jahren in New York entwickelte und den Jazz von einer vorwiegend tanzbaren Unterhaltungsmusik zu einer anspruchsvollen, hörerorientierten Kunstform wandelte. Kennzeichnend sind hohe Tempi, komplexe und schnell wechselnde Akkordfolgen sowie virtuose, oft chromatisch angereicherte Improvisationslinien.

Kleine Besetzungen aus wenigen Bläsern und Rhythmusgruppe traten an die Stelle der großen Tanzorchester des Swing und boten den Solisten deutlich mehr improvisatorischen Freiraum.

Musikalische Verwendung

Zu den prägenden Musikern des Bebop zählen der Saxophonist Charlie Parker und der Trompeter Dizzy Gillespie, die gemeinsam mit weiteren Musikern in New Yorker Clubs den neuen Stil entwickelten. Häufige Grundlage waren bekannte Songformen und Blues-Schemata, über die neue, komplexere Melodien und Harmonien gelegt wurden.

Abzugrenzen ist der Bebop vom vorangegangenen Swing, der auf Tanzbarkeit und größere Besetzungen setzte, und vom nachfolgenden Cool Jazz, der ein ruhigeres, zurückhaltenderes Klangideal verfolgte.

Spielpraxis

Wenn du Bebop spielst oder improvisierst, übe zunächst die zugrunde liegenden Akkordfolgen langsam und sauber, bevor du das hohe Tempo angehst. Achte auf präzise, oft off-beat gesetzte Akzente in der Begleitung und auf melodische Linien, die bewusst mit Durchgangstönen zwischen den Akkordtönen arbeiten.