Zum Inhalt springen
Jazz

Bebop-Skala

Im Modern Jazz verwendete Tonleiter, die durch einen zusätzlichen chromatischen Durchgangston aus einer siebenstufigen Skala entsteht.

Was es bedeutet

Die Bebop-Skala ist eine Familie von achtstufigen Tonleitern, die im Modern Jazz aus siebenstufigen Grundtonleitern wie der Dur-, Moll- oder Mixolydischen Skala gebildet werden, indem ein zusätzlicher chromatischer Durchgangston eingefügt wird. Am bekanntesten ist die Dominant-Bebop-Skala, die zwischen der kleinen und der großen Septime der mixolydischen Tonleiter einen chromatischen Ton ergänzt.

Durch die achte Stufe verschiebt sich das rhythmische Muster: Läuft man die Skala in gleichmäßigen Achteln durch, fallen die akkordeigenen Töne wieder regelmäßig auf die betonten Schlagzeiten.

Musikalische Verwendung

Bebop-Skalen entstanden aus der Improvisationspraxis der Bebop-Musiker der 1940er-Jahre, die auf diese Weise flüssige, akkordkonforme Achtelläufe über schnell wechselnde Harmonien spielen konnten, ohne die harmonische Aussage zu verfälschen. Neben der Dominant-Bebop-Skala gibt es entsprechend gebildete Varianten über Dur- und Moll-Akkorden.

Abzugrenzen ist die Bebop-Skala von der chromatischen Tonleiter, die alle zwölf Halbtöne gleichberechtigt enthält, während die Bebop-Skala nur einen gezielt eingefügten chromatischen Durchgangston zu einer sonst diatonischen Skala hinzufügt.

Spielpraxis

Übe die Bebop-Skala zunächst in gleichmäßigen Achteln aufwärts und abwärts, um zu spüren, wie der Durchgangston die akkordeigenen Töne auf die betonten Zählzeiten lenkt. Setze sie gezielt über den passenden Akkorden eines Stücks ein, statt sie mechanisch über die ganze Form zu ziehen.