Mixolydisch
Mixolydisch ist ein Modus: Dur mit erniedrigter siebter Stufe. Ohne Leitton zielt die Kadenz nicht, sie kommt an, ohne gezogen zu werden. Das ist der Klang von Folk und Rock.
- Aufbau
- Dur mit erniedrigter siebter Stufe
- Weiße Tasten ab
- g
- Leitton
- keiner
- Typisch
- Folge G–F–C
Dur ohne Leitton
Mixolydisch ist Dur mit erniedrigter siebter Stufe. In g ist das ein f statt fis. Damit fehlt der Leitton, die Kadenz zielt nicht mehr, und es entsteht der typische Folk- und Rock-Klang der Folge G–F–C. Der Halbtonschritt zwischen siebter Stufe und Oktave fällt weg, und damit verschwindet die Zielgerichtetheit sofort. Die die Tonleiter klingt alt, modal, nach Volkslied.
Mixolydisch auf g
Die weißen Tasten von g bis g. Markiert ist die erniedrigte siebte Stufe f; in G-Dur stünde dort fis.
G-Dur zum Vergleich
Mit fis: Der Leitton zieht zum Grundton.
Wo man ihn hört
Ein bekanntes Beispiel ist der Dudelsack: Die schottische Great Highland Bagpipe spielt eine Skala ohne Leitton, die A-Mixolydisch nahekommt, und ihre Musik klingt deshalb modal. Viele Old-Time-Fiddle-Melodien bewegen sich in diesem Raum. Man erkennt den Modus beim Hören so: Klingt es nach Dur, aber die Siebte zieht nicht? Mixolydisch. Nicht jede erniedrigte siebte Stufe macht allerdings ein Stück mixolydisch: In Dur kommt sie auch als kurzzeitige Ausweichung zur Subdominante vor. Modal ist ein Stück erst, wenn der Modus über längere Strecken trägt und die Kadenzen entsprechend funktionieren.
Häufige Fehler
- Mixolydisch als Dur ab der fünften Stufe üben: Ohne Bordun und klare Phrasierung zerfällt der Modus wieder in Dur.
- Jede erniedrigte Siebte modal deuten: Sie kann auch eine Ausweichung sein.
- Den Leitton wieder einführen: Mit fis ist es G-Dur.
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Verwandte Begriffe
KirchentonartModusDorischLeittonDur-TonleiterTonleiterG-DurÄolisch
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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