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Tonleiter

Modus

Tonleitertyp bzw. Kirchentonart; in der Mensuralnotation auch das Verhältnis von Longa zu Brevis.

Was es bedeutet

Der Begriff Modus (lateinisch „Art, Maß“) hat in der Musik mehrere Bedeutungen. Meist bezeichnet er einen Tonleitertyp, eine bestimmte Anordnung von Ganz- und Halbtonschritten innerhalb der Oktave, die den Charakter einer Melodie prägt. Die Kirchentonarten wie Dorisch, Phrygisch, Lydisch und Mixolydisch sind solche Modi; auch Dur und Moll werden als Modi (Tongeschlechter) bezeichnet.

In der Mensuralnotation des Mittelalters bezeichnet Modus außerdem das Verhältnis der Notenwerte Longa und Brevis: Eine Longa konnte zwei oder drei Breven umfassen (modus imperfectus oder perfectus).

Musikalische Verwendung

Modale Musik prägt den gregorianischen Choral und die Musik der Renaissance und kehrt im Jazz und in der Musik des 20. Jahrhunderts wieder. Die Modi unterscheiden sich durch Grundton (Finalis) und durch die Lage der Halbtonschritte; jeder besitzt eine eigene Klangfarbe.

Abzugrenzen ist der Modus von der Tonart im engeren Sinn der Dur-Moll-Tonalität, die auf Akkordfunktionen beruht, und von der Tonleiter als bloßer Tonreihe: Der Modus bezeichnet zusätzlich eine bestimmte melodische Ordnung.

Spielpraxis

Wenn du in einem Modus spielst, orientiere dich am Grundton und dem charakteristischen Ton, der ihn von Dur oder Moll unterscheidet, zum Beispiel der große Sexte im Dorischen. Übe den Modus als Melodie, nicht nur als Tonleiter, um seinen Klang zu verinnerlichen.