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Form

Bergamasca

Volkstanz aus der Gegend von Bergamo; auch Bassmodell des 16./17. Jahrhunderts.

Was es bedeutet

Bergamasca bezeichnet ursprünglich einen lebhaften, oft derb-komischen Volkstanz aus der Gegend um die norditalienische Stadt Bergamo. Im musiktheoretischen Sinn wurde daraus im 16. und 17. Jahrhundert zusätzlich ein festes, kurzes Bassmodell mit charakteristischer Akkordfolge, das als Grundlage für Variationsreihen diente.

Dieses Bassmodell wird wiederholt durchlaufen, während sich darüber immer neue melodische und figurative Variationen entfalten, ähnlich wie bei anderen Ostinato-Bässen der Zeit.

Musikalische Verwendung

Komponisten wie Girolamo Frescobaldi nutzten die Bergamasca-Basslinie für virtuose Variationswerke auf Tasteninstrumenten. Der Tanz selbst wurde häufig in Instrumentalsammlungen des 16. und 17. Jahrhunderts aufgenommen und teils mit komischen oder derben Texten verbunden.

Abzugrenzen ist die Bergamasca von anderen Ostinato-Bassmodellen der Zeit wie der Folia oder der Romanesca, die jeweils eine eigene, unverwechselbare Akkordfolge besitzen.

Spielpraxis

Wenn du eine Bergamasca spielst, halte das wiederkehrende Bassmodell rhythmisch klar erkennbar, damit die darüberliegenden Variationen als Abwandlungen desselben Grundgerüsts hörbar bleiben. Ein tänzerischer, akzentuierter Puls unterstützt den ursprünglichen Volkstanzcharakter.