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Form

Bergerette

Tanz- bzw. Liedform des 16. Jahrhunderts, verwandt mit der Basse danse, meist im 6/8-Takt.

Was es bedeutet

Die Bergerette ist eine Tanz- und Liedform des 16. Jahrhunderts, die eng mit der älteren Basse danse verwandt ist. Sie steht meist in einem fließenden 6/8-Takt und besitzt einen leichten, ländlich-idyllischen Charakter, wie ihn schon der Name nahelegt, der auf das französische Wort für Hirtin oder Schäferin zurückgeht.

Wie andere höfische Tanzformen dieser Zeit war die Bergerette sowohl als reiner Instrumentaltanz als auch mit begleitendem Liedtext gebräuchlich.

Musikalische Verwendung

Bergerette-Sätze erscheinen in Tanz- und Liedsammlungen der Renaissance, häufig neben verwandten Formen wie der Basse danse selbst oder anderen höfischen Tänzen der Zeit. Der Titel wurde später, im 18. Jahrhundert, auch für empfindsame, hirtenidyllische Lieder außerhalb der eigentlichen Tanzform verwendet.

Abzugrenzen ist die Bergerette von der Basse danse, deren gemessener, feierlicher Schreitcharakter sich vom leichteren, tänzerischen Gestus der Bergerette unterscheidet.

Spielpraxis

Wenn du eine Bergerette spielst, betone den fließenden, leicht schwingenden Charakter des 6/8-Taktes und vermeide einen zu schweren, gemessenen Schritt, wie er eher zur Basse danse passt. Ein durchsichtiger, tänzerischer Klang unterstützt den ländlich-heiteren Grundton.