Bossa Nova
Brasilianischer Musikstil der späten 1950er-Jahre aus Samba und Cool Jazz (João Gilberto, Tom Jobim).
Was es bedeutet
Bossa Nova ist ein brasilianischer Musikstil, der Ende der 1950er-Jahre in Rio de Janeiro entstand, als Musiker wie João Gilberto Elemente der Samba mit den ruhigeren, jazzharmonisch reicheren Klängen des Cool Jazz verbanden. Kennzeichnend ist ein leiser, fast gesprochener Gesangsstil über einem eigenständigen, synkopierten Gitarrenbegleitmuster.
Antonio Carlos Jobim komponierte viele der bekanntesten Stücke des Genres; João Gilbertos Interpretationen und Aufnahmegestaltung prägten den charakteristischen, zurückgenommenen Klang.
Musikalische Verwendung
Harmonisch nutzt die Bossa Nova erweiterte Akkorde mit Septimen, Nonen und alterierten Tönen, wie sie auch im Jazz üblich sind, gebettet in einen ruhigen 2/4- oder 4/4-Takt. Ende der 1950er- und in den 1960er-Jahren fand der Stil über Musiker wie Stan Getz internationale Verbreitung und beeinflusste den Jazz nachhaltig.
Abzugrenzen ist die Bossa Nova von der älteren Samba durch ihr gedämpftes Tempo, die zurückgenommene Dynamik und die stärkere harmonische Nähe zum Jazz.