Boston
Langsamer amerikanischer Walzer, bei dem nur der erste Schlag betont wird.
Was es bedeutet
Boston, eigentlich Valse Boston, bezeichnet einen langsamen amerikanischen Walzer im 3/4-Takt. Anders als beim schnellen Wiener Walzer, dessen Schwung von drei gleichmäßig betonten Schlägen lebt, wird beim Boston nur der erste Schlag des Taktes betont; die beiden folgenden Schläge treten deutlich zurück.
Der Tanz entwickelte sich in den USA als ruhigere, gleitendere Alternative zum europäischen Walzer und wurde vor allem im gesellschaftlichen Tanz des frühen 20. Jahrhunderts gepflegt.
Musikalische Verwendung
Musikalisch verlangt der Boston ein gemäßigtes, fließendes Tempo, das die weit ausholenden, gleitenden Schritte des Tanzes trägt, statt sie durch schnelle Rotation anzutreiben. Abzugrenzen ist er vom Wiener Walzer, dessen charakteristisches Vorwärtsdrängen der Boston bewusst vermeidet, sowie vom französischen Menuett, mit dem er lediglich den Dreiertakt teilt.