Menuett
Französischer Tanz im 3/4-Takt; Satz von Suite, Sinfonie und Sonate.
Was es bedeutet
Das Menuett ist ein französischer Tanz im Dreivierteltakt in gemäßigtem Tempo. Der Name wird meist von französisch „menu“ (klein) abgeleitet und bezieht sich auf die kleinen Schritte. Am Hof Ludwigs XIV. war es der beliebteste Gesellschaftstanz. Jean-Baptiste Lully führte es in seinen Bühnenwerken ein, von dort verbreitete es sich in ganz Europa.
Musikalische Verwendung
In der Barocksuite tritt das Menuett als freier, modischer Satz meist nach der Sarabande auf. Im 18. Jahrhundert wurde es zum festen Satz der Sinfonie, des Streichquartetts und der Sonate, meist als dritter Satz. Die Form besteht aus Menuett, Trio und Wiederholung des Menuetts. Bei Haydn und Mozart ist es oft kunstvoll gearbeitet und weit vom Tanz entfernt.
Bei Beethoven wird es meist vom Scherzo abgelöst, das schneller und derber ist. Abzugrenzen ist das Menuett auch von der Gavotte und dem Walzer: Die Gavotte steht im Zweierrhythmus, der Walzer ist schneller und dreht sich.
Spielpraxis
Spiele das Menuett nicht zu schnell, denn es bleibt ein Schreittanz. Achte auf die Betonung des ersten Schlags und auf eine gleichmäßige, elegante Phrasierung; im Trio wechselst du oft zu einem weicheren Ton.