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Form

Sinfonie

Die Sinfonie (auch Symphonie) ist ein Instrumentalwerk für das ganze Orchester mit mehreren Sätzen, in der klassischen Form meist vier. Weil viele Instrumente gleichzeitig spielen, steht sie als Partitur auf vielen Notenzeilen untereinander. Im Archiv liegen zwei Sätze aus Sinfonien von Beethoven und Dvořák.

Wort
über lateinisch symphonia aus griechisch sýmphōnos, „zusammentönend“
Besetzung
Orchester
Sätze
mehrere, in der klassischen Form meist vier
Schreibung
Sinfonie oder Symphonie

Ein Werk für das ganze Orchester

Die Sinfonie ist ein auf das Zusammenklingen des ganzen Orchesters angelegtes Instrumentalwerk mit mehreren Sätzen. Das Wort kommt über das Lateinische („symphonia“) aus dem Griechischen, zu „sýmphōnos“, „zusammentönend“; auch die Schreibweise „Symphonie“ ist gültig. Die klassische Form bildete sich im 18. Jahrhundert heraus; im Aufbau ähnelt sie der Sonate. Sie hat meist vier Sätze: Der erste steht meist in Sonatensatzform, der zweite hat ein langsames oder gemäßigtes Tempo, der dritte ein Menuett oder Scherzo mit Trio, der vierte ein Finale.

Ein Akkord, der leiser wird: f, Gabel, pp

2 4 f pp Allegretto

Eigenes Beispiel zu dem, was auf der ersten Seite von Beethovens Allegretto steht: zwei Takte f mit Decrescendo-Gabel, im dritten Takt pp. Der Akkord ist hier ein C-Dur-Dreiklang; in der Partitur halten ihn Oboen, Klarinetten, Fagotte und Hörner.

Die Partitur: viele Zeilen, ein Takt

Weil jedes Instrument seine eigene Zeile hat, steht eine Sinfonie als Partitur auf einer Seite untereinander (siehe Partitur). Oben stehen im Archiv die Flöten, Oboen, Klarinetten und Fagotte, darunter Hörner, Trompeten und, bei Dvořák, Posaunen und Tuba, dann die Pauken und ganz unten die Streicher. Die Taktstriche laufen durch alle Zeilen: Was in einem Takt gleichzeitig erklingt, steht senkrecht übereinander. Zusätze wie „in A“, „in E“ oder „in D“ hinter einem Instrumentennamen geben Auskunft über dessen Stimmung; die Notenhöhe stimmt dann nicht mit dem Klang überein, wie die Seite klingend erklärt.

Partitur im ArchivSatz und TempoTaktVorzeichenNotenzeilen auf Seite 1
Beethoven, Sinfonie Nr. 7 A-Dur, op. 922. Satz, „Allegretto“2/4keine12: Flauti, Oboi, Clarinetti in A, Faggotti, Corni in E, Trombe in D, Timpani A.G., Violino I und II, Viola, Violoncello I, Violoncello II e Basso
Dvořák, Sinfonie Nr. 9 e-Moll, op. 95, „Aus der Neuen Welt“2. Satz, „Largo“, Viertel = 52C (4/4)fünf ♭15: Flöten, Oboen mit Englischhorn, Klarinetten, Fagotte, Hörner (I–IV), Trompeten, Posaunen, Tuba, Pauken, Violine I und II, Viola, Cello, Kontrabass

Zwei Sätze aus Sinfonien

Sinfonie und Sonate

Die Sinfonie ist gewissermaßen die Orchesterschwester der Sonate: Beide sind mehrsätzig, und auch der Aufbau der Sätze ähnelt sich. Der Unterschied liegt in der Besetzung. Eine Sonate spielt ein Instrument oder eine kleine Gruppe, eine Sinfonie das Orchester. In beiden Fällen ist ein Satz ein in sich geschlossener Teil: Bei Beethoven und Dvořák liegt im Archiv jeweils nur der zweite Satz vor.

Zum Üben: Nimm die erste Seite einer Partitur und zähle die Notenzeilen von oben nach unten. Suche dann einen Takt, in dem viele Zeilen gleichzeitig spielen, und einen, in dem die meisten pausieren. So erkennst du, wie Einsätze verteilt sind.

Häufige Fehler

  • Sinfonie und Invention verwechseln: Bei Bach heißen dreistimmige Stücke ebenfalls „Sinfonien“, gemeint sind kleine Klavierstücke, nicht Orchesterwerke.
  • Notierte Töne in „in A“-Stimmen für klingende halten: Die Zusätze „in A“, „in E“ und „in D“ zeigen an, dass Notenbild und Klang abweichen.
  • Den einen Satz für die ganze Sinfonie nehmen: Im Archiv sind Beethovens Allegretto und Dvořáks Largo je ein Satz eines größeren Werks.