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Form

Sinfonie

Mehrsätziges Werk für Orchester.

Was es bedeutet

Die Sinfonie ist ein mehrsätziges Werk für Orchester. Sie gilt seit dem 18. Jahrhundert als eine der zentralen und anspruchsvollsten Gattungen der Instrumentalmusik.

Das Wort geht auf das griechische „symphonia“ („Zusammenklang“) zurück und bezeichnete zunächst ganz verschiedene Zusammenklänge und Instrumentalstücke; erst später wurde es zum Gattungsnamen.

Musikalische Verwendung

In der Wiener Klassik bildete sich bei Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart und Ludwig van Beethoven die viersätzige Anlage heraus: ein schneller erster Satz, meist in Sonatenform, ein langsamer zweiter Satz, ein Menuett oder Scherzo als dritter Satz und ein schnelles Finale. Diese Anlage ist ein Regelfall, kein Gesetz, und viele Werke weichen davon ab.

Im 19. Jahrhundert wurde die Sinfonie größer und ausdrucksstärker, etwa bei Brahms, Bruckner und Mahler; teils treten Singstimmen hinzu, wie in Beethovens Neunter. Daneben entstanden programmatische Sinfonien, die ein außermusikalisches Programm erzählen, etwa bei Berlioz.

Abzugrenzen ist die Sinfonie vom Konzert, in dem ein Soloinstrument dem Orchester gegenübertritt, von der Sonate, die für ein oder wenige Instrumente geschrieben ist, und von der sinfonischen Dichtung, die einsätzig ist und ein Programm verfolgt.

Die Schreibweisen Sinfonie und Symphonie gelten beide als richtig; im Deutschen ist Sinfonie üblich.

Spielpraxis

Wenn du in einem Orchester eine Sinfonie spielst, kenne den Aufbau der Sätze und wisse, wo deine Stimme trägt und wo sie begleitet. Höre vorab eine Aufnahme, um Zusammenhänge zwischen den Sätzen zu erkennen.