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Notation

Klingend

Klingend heißt, dass ein Ton oder eine Tonart im tatsächlichen Klang notiert ist. Das Gegenteil ist die notierte Höhe: Bei manchen Instrumenten, etwa bei der Gitarre oder mit Kapodaster, klingt etwas anderes, als im Notenbild oder im Griff steht. Wichtig ist deshalb zu sagen, welche Tonart man meint.

Klingend
so, wie es tatsächlich zu hören ist
Notiert
so, wie es im Notenbild oder im Griff steht
Kapodaster im Bund 3
C-Griff klingt Es-Dur
Gitarre
klingt eine Oktave tiefer als notiert

Notiert oder klingend

Wer mit einem Kapodaster im dritten Bund C-Griffe spielt, greift C-Dur, aber es klingt Es-Dur. Die klingende Tonart ist also nicht die, in der gegriffen wird. Der Artikel Kapodaster richtig einsetzen macht daraus eine Regel: Die klingende Tonart nennen und, wenn nötig, den Griff dazu: „Es-Dur, ich spiele C mit Kapo drei“. Sonst gibt es Chaos: Spielt der Bassist „in C“, passt es nicht zum klingenden Es-Dur.

Auch in der Notation gibt es den Unterschied. Die Gitarre klingt eine Oktave tiefer als notiert, was die kleine 8 am Schlüssel anzeigt. Bei Orchesterinstrumenten stehen Zusätze wie „in A“ oder „in E“ in der Partitur, die Auskunft über die Stimmung des Instruments geben.

Orchester

Klingende Tonhöhe messen

Ein Stimmgerät zeigt den klingenden Ton in Hertz und Cent, nicht den notierten. Der Kammerton a′ klingt bei 440 Hz. Eine Gitarre mit Kapodaster im fünften Bund klingt um fünf Halbtöne höher; die tiefen fünf Halbtöne fehlen.

Zum Üben: Spiele einen Griff einmal ohne und einmal mit Kapodaster und nenne laut, was jeweils klingt. Im Modul Stimmen & Cent trainierst du, klingende Tonhöhen zu beurteilen.

Häufige Fehler

  • Griff und Klang gleichsetzen: Mit Kapo klingt eine andere Tonart als die des Griffs.
  • In der Band nur „wir spielen in C“ sagen: Gemeint ist die klingende Tonart.
  • Die Oktave der Gitarre vergessen: Sie klingt eine Oktave tiefer als notiert.