Note
Schriftzeichen für einen Ton.
Was es bedeutet
Die Note ist das Schriftzeichen für einen Ton. Sie trägt zwei Angaben zugleich: Ihre Lage im Liniensystem bestimmt die Tonhöhe, ihre Gestalt die Dauer. Damit ist sie der Grundbaustein der Notenschrift — alles Weitere, von Vorzeichen bis Artikulationszeichen, tritt zu ihr hinzu und verändert sie. Zu unterscheiden ist die Note als Zeichen vom Ton als klingendem Ereignis: Die Note steht auf dem Papier, der Ton erklingt.
Im Notenbild
Drei Bestandteile sind möglich: Kopf, Hals und Fähnchen. Die Ganze Note besteht nur aus einem leeren Kopf, die Halbe aus leerem Kopf und Hals, die Viertel aus ausgefülltem Kopf und Hals; jedes weitere Fähnchen halbiert den Wert — Achtel, Sechzehntel, Zweiunddreißigstel. Stehen mehrere befähnte Noten nebeneinander, werden die Fähnchen zu Balken zusammengefasst. Der Hals steht rechts am Kopf, wenn er nach oben weist, links, wenn er nach unten weist. Ein Punkt rechts vom Kopf verlängert um die Hälfte des Wertes. Zu jedem Notenwert gehört eine gleichwertige Pause.
Musikalische Verwendung
Dieses System ist rein proportional: Es sagt, wie sich die Dauern zueinander verhalten, nicht, wie lang sie in Sekunden sind. Erst Taktart und Tempoangabe verbinden es mit wirklicher Zeit — eine Viertel bei ♩ = 60 dauert eine Sekunde, bei ♩ = 120 eine halbe. Ebenso gibt die Lage im System nur die Stufe an; welcher Ton gemeint ist, entscheidet der Schlüssel, und ob er erhöht oder erniedrigt ist, sagen Vorzeichnung und Versetzungszeichen.
Eine Note besteht aus Kopf, Hals und gegebenenfalls Fähnchen oder Balken. ## Spielpraxis
Lies immer beides zugleich: Höhe und Dauer. Anfänger erfassen meist zuerst die Höhe und geraten bei der Dauer ins Schätzen — deshalb lohnt es sich, den Rhythmus einer Stelle zunächst ohne Tonhöhen zu klopfen oder zu sprechen und erst danach zu spielen. Achte bei dicht gesetzten Noten auf die Halsrichtung, um zu erkennen, welche Töne zu welcher Stimme gehören.