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Form

Sonate

Die Sonate (italienisch sonata, eigentlich „Klingstück“) ist eine Instrumentalkomposition mit meist mehreren Sätzen für ein Soloinstrument oder eine kleine Besetzung. Im Notenarchiv gibt es Sonaten für Klavier und für Cembalo oder Klavier.

Wort
italienisch sonata, zu sonare, „klingen“
Bedeutung
Instrumentalwerk, meist aus mehreren Sätzen
Besetzung
solistisch oder kleine kammermusikalische Besetzung
Verkleinerung
Sonatine

Instrumentalwerk, meist mehrsätzig

Die Sonate ist eine zyklisch angelegte Instrumentalkomposition mit meist mehreren Sätzen in kleiner oder solistischer Besetzung. Das Wort kommt aus dem Italienischen, von „sonare“ („klingen“). Jeder Satz hat meist eine eigene Bezeichnung mit Tempo oder Charakter; mehr dazu auf der Seite Satz.

Ein Satz in zwei wiederholten Teilen

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Eigenes Beispiel zum Aufbau von Scarlattis Sonate G-Dur im Archiv: ¢-Takt, zwei Teile, beide mit Wiederholungszeichen. Bei Scarlatti sind es 47 und 61 Takte, hier vier und vier.

Mehrere Sätze, ein Satz, ein Teil davon

Im Archiv sieht man alle drei Fälle. Mozarts „Sonata facile“ ist in drei Dateien abgelegt: ein schnelles „Allegro“ im Vierertakt (C), ein „Andante“ in 3/4 mit einem Kreuz in der Vorzeichnung, ein Rondo in 2/4. Aus Mozarts Sonate in A-Dur liegt nur der zweite Satz vor, ein Menuett mit Trio. Und Scarlattis Sonate in G-Dur ist ein einziger Satz, vier Seiten lang. Dass eine Sonate nur „meist“ mehrere Sätze hat, zeigt das Archiv.

Sonate im ArchivSätze im ArchivTaktVorzeichenBesetzung und Besonderheit
Scarlatti, G-Dur, K. 455ein Satz, 4 Seiten, 108 Takte¢ein KreuzCembalo oder Klavier; „Allegro“; Teil 1 Takt 1–47, Teil 2 Takt 48–108, beide wiederholt
Mozart, Nr. 16 C-Dur, KV 545 („Sonata facile“)drei Dateien: Allegro, Andante, RondoC, 3/4, 2/4keine, ein Kreuz, keineKlavier; jeder Satz eine eigene Datei
Mozart, Nr. 11 A-Dur, KV 331der 2. Satz: Menuetto3/4drei KreuzeKlavier; Menuett mit Trio und „Menuetto D.C.“

Sonate in einem Satz

Sonate in drei Sätzen

Ein Satz aus einer anderen Sonate

Sonate und Sonatine

Die Sonatine ist die kleinere und leichtere Schwester der Sonate, oft für den Unterricht gedacht. Die Namen sind im Archiv nicht streng getrennt: Mozarts „Sonata facile“ trägt den Titel Sonate und hat wie die Sonatine von Clementi drei Sätze. Verlass dich deshalb auf das, was im Notenbild steht: Anzahl der Sätze, Taktarten, Wiederholungszeichen.

Zum Üben: Notiere dir bei jeder Sonate, die du spielst, für jeden Satz Tempoangabe, Taktart und Vorzeichen, so wie in der Tabelle oben. Spiele dann zwei Sätze nacheinander und höre, wie sich der Charakter ändert.

Häufige Fehler

  • Sonate mit „Satz“ gleichsetzen: Die Sonate ist das ganze Werk, der Satz nur ein Teil davon. Bei Scarlatti liegt das Werk im Archiv als ein Satz vor.
  • Vom Titel auf die Tonart jedes Satzes schließen: Der zweite Satz von Mozarts Sonate in C-Dur hat ein Kreuz in der Vorzeichnung.
  • Wiederholungszeichen ignorieren: Bei Scarlatti ist jede der beiden Hälften zu wiederholen.