Dreivierteltakt
Der Dreivierteltakt (3/4) hat drei Viertelschläge pro Takt, der erste ist der betonte. Er ist der Takt des Walzers und des Menuetts. Man erkennt ihn an der Taktangabe 3/4 am Zeilenanfang und am Muster „Eins-zwei-drei“.
- Taktangabe
- 3/4
- Schläge pro Takt
- 3 Viertel
- Betonung
- auf der Eins
Drei Schläge, ein Schwerpunkt
Der Takt teilt die Zeit in gleich lange Einheiten, getrennt durch Taktstriche. Bei der Taktangabe 3/4 sagt die obere Zahl, dass drei Schläge in einen Takt passen, die untere, dass ein Viertel einen Schlag bildet. Auf der Seite Rhythmus steht dazu: „drei Viertel, der typische Walzer. Man zählt Eins-zwei-drei mit klarer Betonung auf der Eins.“
| Taktart | Schläge | Zählen und Charakter |
|---|---|---|
| 4/4 | vier Viertel | häufigster Takt in Pop, Rock und Marsch; Betonung vor allem auf Eins und Drei |
| 3/4 | drei Viertel | typischer Walzer; „Eins-zwei-drei“ mit klarer Betonung auf der Eins |
| 6/8 | sechs Achtel | meist zwei Gruppen zu drei; wiegender, fließender Charakter |
Die Tabelle stellt 3/4 neben zwei Nachbarn aus dem Lernpfad. Anders als im Viervierteltakt gibt es keine zweite, mittlere Betonung: Auf die schwere Eins folgen zwei leichte Schläge. Das Rhythmus-Diktat beschreibt es so: Im Dreivierteltakt entsteht durch die Gruppierung zu dritt der Walzercharakter.
Zählen und Fühlen
Zähle laut „1 – 2 – 3“ und tritt dazu mit dem Fuß den Grundschlag. Teilt sich ein Schlag in zwei Achtel, schiebst du ein „und“ ein: „1 und 2 und 3 und“. Das ist dieselbe Zählweise wie im Viervierteltakt, nur mit einer Zahl weniger.
Drei Menuette im Archiv
Im Notenarchiv stehen mehrere Menuette im 3/4-Takt. Die drei folgenden sind im Notenbild leicht zu vergleichen. Alle drei stammen aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach; beim Menuett G-Dur nennt das Blatt Christian Petzold, beim Menuett g-Moll führt das Archiv zwar Bach, das Blatt selbst vermerkt aber, es werde Petzold zugeschrieben. Nur beim Menuett F-Dur nennt das Blatt Bach ohne Vorbehalt. Alle drei Nummern tragen den Zusatz „Anh.“ (Anhang des Bach-Werkverzeichnisses).
Menuette im Dreivierteltakt
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Menuett G-Dur Christian Petzold, aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, BWV Anh. 114 · Klavier · 1 Seite
Die Taktangabe 3/4 steht in beiden Systemen, ein Kreuz in der Vorzeichnung. Die Melodie beginnt mit einer Viertel auf der Eins, danach folgen vier Achtel auf den Schlägen zwei und drei.
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Menuett F-Dur aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach (1725), BWV Anh. 113 · Klavier · 1 Seite
3/4-Takt mit einem b. Schon in den ersten Takten stehen Triolen, erkennbar an der kleinen 3 über je drei Noten. Das Archiv nennt Bach als Komponisten; der Zusatz „Anh.“ bei der BWV-Nummer kennzeichnet den Anhang des Werkverzeichnisses mit Stücken zweifelhafter Echtheit.
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Menuett g-Moll aus dem Notenbüchlein für Anna Magdalena Bach, BWV Anh. 115, laut Vermerk auf dem Blatt Christian Petzold zugeschrieben · Klavier · 1 Seite
Ebenfalls 3/4, mit zwei b in der Vorzeichnung. Die Melodie beginnt mit drei Vierteln, sie füllt also den ersten Takt vollständig mit dem Dreierschritt.
Woran du 3/4 im Notenbild erkennst
- Die Taktangabe am Zeilenanfang zeigt 3/4.
- Die Summe der Notenwerte pro Takt ergibt drei Viertel. Ein Beispiel: eine punktierte Halbe füllt den Takt allein, eine Halbe plus eine Viertel ebenfalls.
- Ein Auftakt ist ein unvollständiger erster Takt, dessen fehlende Schläge am Ende des Stücks ergänzt werden.
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Verwandte Begriffe
TaktTaktartViervierteltaktWalzerMenuettZählzeitViertelnoteAuftaktHemiole
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 03.10.2026
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