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Takt

Taktstrich

Der Taktstrich ist die senkrechte Linie, die das Notensystem in Takte teilt. Er trennt gleich lange Zeiteinheiten und zeigt dem Auge, wo ein neuer Zählabschnitt beginnt. Mit Doppelstrich, Schlussstrich und Wiederholungszeichen gliedert er außerdem ein ganzes Stück.

Aufgabe
teilt die Zeit in gleich lange Takte
Hilft bei
Puls, Betonung der Zählzeiten, Taktzählung
Besondere Formen
Doppelstrich, Schlussstrich, Wiederholungszeichen
Wichtig beim Lesen
Versetzungszeichen gelten bis zum Taktstrich

Die Zeit in Takte teilen

Der Takt teilt laut Seite Rhythmus die Zeit in gleich lange Einheiten, getrennt durch Taktstriche. Er gibt der Musik ihren regelmäßigen Puls und ordnet, welche Zählzeiten betont sind. Die Taktangabe am Stückanfang besteht aus zwei Zahlen: Die obere sagt, wie viele Schläge in einen Takt passen, die untere, welcher Notenwert einen Schlag bildet. Im Viervierteltakt enthält also jeder Abschnitt zwischen zwei Taktstrichen vier Viertel.

Der Taktstrich ist auch eine Grenze für das Auge. Die Seite Deutsche Lieder weist auf einen häufigen Fehler bei Akkordsymbolen hin: Ein Symbol gilt ab der Note, über der es steht, nicht erst ab dem nächsten Taktstrich. Steht das D über der dritten Zählzeit, wechselt die Begleitung dort.

Doppelstrich, Schlussstrich und Wiederholung

Die Seite Notations-Symbole beschreibt die besonderen Taktstriche genauer:

ZeichenAussehenBedeutung
Taktstricheine dünne senkrechte Linietrennt zwei Takte
Doppelstrichzwei dünne senkrechte LinienEnde eines größeren Formteils, ohne dass das Stück endet
Schlussstrichdünner Strich, danach dicker Strichendgültiges Ende des Stücks oder Satzes
Wiederholungszeichen Anfangdickdünner Doppelstrich mit zwei Punkten rechtsBeginn eines Abschnitts, der wiederholt wird
Wiederholungszeichen Endezwei Punkte links, dann dünn-dicker DoppelstrichEnde des wiederholten Abschnitts: zurück zum Anfangszeichen
Prima und Seconda VoltaKlammer über dem Takt mit „1.“ oder „2.“zwei verschiedene Schlusstakte für die Wiederholung

Der Doppelstrich wird laut Seite zwischen Abschnitten unterschiedlichen Charakters gesetzt, etwa vor einem Tempowechsel, einer neuen Tonart oder einem neuen Satzbeginn. Der Schlussstrich ist die klare Endmarke: Danach folgt keine weitere Musik dieses Werks. In mehrsätzigen Werken gibt es einen Schlussstrich pro Satz.

Die Wiederholungszeichen funktionieren paarweise. Alles zwischen dem Anfangs- und dem Endzeichen wird genau einmal wiederholt. Fehlt das Anfangszeichen, wiederholt man vom Stückanfang aus. Die Voltaklammern sorgen laut Seite dafür, dass derselbe Abschnitt zwei verschiedene Ausgänge haben kann: einen offenen Schluss für die Wiederholung und einen geschlossenen für den Übergang.

Selbst ausprobieren: Auf der Seite Notations-Symbole kannst du das Wiederholungszeichen Anfang, das Wiederholungszeichen Ende und die beiden Voltaklammern antippen und die Erklärung lesen.

Taktstriche im Notenbild

Zwei Blätter aus dem Archiv zeigen die verschiedenen Formen:

Klavier

Gitarre

In beiden Fällen lohnt der Blick auf die Struktur: Wer die Wiederholungszeichen und Klammern erkannt hat, weiß, wie oft welcher Teil erklingt.

Taktzählung

Beim Besprechen von Stellen gibt man die Taktnummern an. In den Taktangaben dieses Glossars gilt: Ein Auftakt zählt als Takt 0, der erste volle Takt ist Takt 1. Manche Ausgaben beginnen die Zählung anders. Prüfe deshalb bei einer Taktangabe, welcher Takt in der Ausgabe als erster gezählt ist.

Häufige Fehler

  • Wiederholungszeichen überlesen: Das Stück wird dann zu kurz gespielt.
  • Die Voltaklammer mitspielen: Beim zweiten Durchgang überspringt man die Klammer „1.“ und spielt direkt die Klammer „2.“.
  • Versetzungszeichen über den Taktstrich ziehen: Ein Versetzungszeichen gilt nur bis zum Taktstrich.