Viervierteltakt
Vier Viertel je Takt, die häufigste Taktart überhaupt. Schwerpunkte auf Eins und Drei.
Was es bedeutet
Der Viervierteltakt enthält vier Viertel je Takt. Die Zählzeit ist die Viertel, die Gliederung zweiteilig: Der Takt zerfällt in zwei Hälften zu je zwei Zählzeiten. Daraus ergibt sich das Betonungsgefälle — die Eins ist schwer, die Drei mittelschwer, Zwei und Vier sind leicht.
Er ist die häufigste Taktart überhaupt und wird deshalb in manchen Zusammenhängen gar nicht eigens bezeichnet. Das Zeichen C steht gleichbedeutend für ihn; der englische Name dafür ist common time.
Zu unterscheiden ist der Viervierteltakt vom Alla-breve-Takt, der denselben Notenumfang hat, aber in zwei Halben gezählt wird, und vom Zweivierteltakt, der halb so viel Notenwert je Takt enthält. Bei raschem Tempo nähert sich die Empfindung des Viervierteltakts der zweischlägigen an — genau das drückt die Alla-breve-Schreibweise aus.
Im Notenbild
Die Taktangabe 4/4 oder das Zeichen C steht am Zeilenanfang hinter Schlüssel und Vorzeichnung. Achtel und Sechzehntel werden zu Gruppen von je einer Viertel gebalkt, häufig zusätzlich halbtaktweise zusammengefasst, sodass die Zweiteilung des Takts sichtbar bleibt. Ein voller Takt wird durch eine ganze Note oder eine ganze Pause gefüllt.
Musikalische Verwendung
Der Viervierteltakt trägt Choräle, Märsche, weite Teile der Kunstmusik und den Großteil der populären Musik. Seine Verbreitung beruht darauf, dass er sowohl schreitende als auch fließende Bewegung zulässt und sich in zwei wie in vier Schlägen empfinden lässt. In der populären Musik liegt der Nachdruck häufig auf Zwei und Vier statt auf Eins und Drei, was dem Takt einen anderen Zug gibt, ohne die Taktart zu verändern.
Weitere Bezeichnungen
Englisch heißt der Viervierteltakt common time; das Taktzeichen C wird daher oft als Abkürzung dieses Wortes gedeutet. Tatsächlich stammt es aus der Mensuralnotation, wo ein Halbkreis das tempus imperfectum bezeichnete.
Spielpraxis
Empfinde das Gefälle der vier Zählzeiten, statt alle gleich zu betonen — eine gleichmäßige Betonung macht den Takt stumpf. Bei raschem Tempo zähle in Halben und behalte die Vierergliederung im Ohr. Achte bei Synkopen darauf, dass die Taktordnung im Hintergrund bestehen bleibt; sonst geht die Wirkung verloren. Und prüfe beim Lesen, ob der Halbkreis durchstrichen ist: Davon hängt die Zählweise ab.