Achtelnote
Note mit dem Wert eines Achtels einer Ganzen.
Was es bedeutet
Die Achtelnote dauert ein Achtel einer Ganzen, also die Hälfte einer Viertel. Im Viervierteltakt gehen acht Achtel auf einen Takt, im Dreivierteltakt sechs. Wie alle Notenwerte bezeichnet auch dieser keine absolute Dauer, sondern ein Verhältnis: Wie lang eine Achtel klingt, hängt vom Tempo ab.
Innerhalb der Reihe der Notenwerte steht die Achtel zwischen der Viertel und der Sechzehntel; jeder Schritt halbiert den Wert. In zusammengesetzten Taktarten wie 6/8 bildet die Achtel das Drittel der Zählzeit, in einfachen Taktarten deren Hälfte. Der Wert ist derselbe, die Funktion im Takt eine andere.
Im Notenbild
Die Achtelnote hat einen ausgefüllten Notenkopf, einen Hals und ein Fähnchen. Stehen mehrere Achtel nebeneinander, werden sie statt mit Fähnchen mit einem Balken verbunden. Die Balkung folgt dabei der Taktart: Zusammengefasst wird, was zu einer Zählzeit gehört. Daran lässt sich die Gliederung des Takts im Schriftbild ablesen — ein Grund, warum eine korrekte Balkung das Lesen erheblich erleichtert.
Der Hals steht bis zur Mittellinie nach oben rechts, darüber nach unten links; bei gebalkten Gruppen richtet er sich nach der Mehrheit der Noten.
Musikalische Verwendung
Die Achtel ist einer der meistgebrauchten Notenwerte überhaupt. Sie trägt laufende Begleitfiguren, gliedert Melodien und bildet in vielen Stücken die Ebene der Bewegung unterhalb des Pulses. In langsamen Sätzen wird sie zur Zählzeit, in raschen zur Unterteilung. Zwei Achtel in Gruppen ungleich zu spielen — kürzer und länger — ist in einigen Stilen üblich, etwa im Jazz und in Teilen der Barockmusik; das ergibt sich aus der Aufführungspraxis, nicht aus der Notation.
Spielpraxis
Achte darauf, dass beide Achtel einer Zählzeit gleich lang sind, sofern der Stil nichts anderes verlangt; das zweite gerät leicht zu kurz. Nutze die Balkung beim Lesen, um die Zählzeiten zu erkennen. Zähle bei Achtelbewegung mit „eins und zwei und", damit die Unterteilung stabil bleibt.