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Notenwert

Achtelpause

Die Achtelpause ist das Schweigezeichen für die Dauer einer Achtelnote, im Viervierteltakt einen halben Schlag. Weil sie so kurz ist, steht sie meist mitten in einem Rhythmus und entscheidet dort, auf welchem Teil des Schlags der nächste Ton einsetzt.

Dauer
so lang wie eine Achtelnote
Im 4/4-Takt
½ Schlag
Entspricht
Achtelnote
Zeichen
schräger Strich mit einem Fähnchen
Zählt auf
der Zählzeit oder dem „und“

Ein kurzer Schweigebaustein im Alltag

Die Pausen folgen derselben Halbierungslogik wie die Noten. Die Seite Rhythmus ordnet sie einander zu: Die Achtelpause entspricht der Achtelnote und dauert im 4/4-Takt einen halben Schlag. Zwei Achtelpausen ergeben eine Viertelpause.

Die Symbolbibliothek beschreibt das Zeichen als „diagonalen Strich mit einem Fähnchen“. Sie warnt vor einer Verwechslung mit der alten Form der Viertelpause, die wie eine gespiegelte Achtelpause aussieht.

Auf der Zählzeit oder auf dem „und“

Beim Zählen der Achtel schiebt man laut ein „und“ zwischen die Zahlen: „1 und 2 und 3 und 4 und“. Eine Achtelpause belegt eine dieser Silben. Steht sie auf der Zählzeit, bleibt die Silbe stumm und der erste Ton kommt erst auf dem „und“. Genau das zeigt die Tabelle: Pause, Achtel, Viertel, Halbe füllen den Takt, und der erste Ton liegt zwischen den Schlägen.

Zählsilbe1und234
NotationAchtelpauseAchtelnoteViertelnoteHalbe Note(klingt weiter)
Dauer½ Schlag½ Schlag1 Schlag2 Schläge

Rhythmus zwischen den Schlägen

Der Artikel Synkopen verstehen und zählen beschreibt, was passiert, wenn eine Betonung dorthin gesetzt wird, wo keine erwartet wird, typischerweise auf ein „und“, und dafür die erwartete Betonung ausfällt. Der Puls bleibe dabei unverändert, verschoben werde nur die Betonung gegen ihn. Eine Achtelpause auf der Zählzeit ist ein einfaches Mittel dafür: Die Zählzeit bleibt leer, der Ton folgt einen halben Schlag später.

Die wichtigste Zählregel des Artikels gilt auch hier: Die Unterteilung durchgehend laut mitzählen und nur die Silben spielen, auf denen tatsächlich eine Note steht. Wer die stummen Silben weglässt, verliert genau den Bezug, der den Rhythmus hörbar macht.

Selbst ausprobieren: Im Rhythmus-Diktat bewertet das Modul die zeitliche Genauigkeit deines Nachklopfens. Zähle laut „eins-und-zwei-und“ und tritt dazu mit dem Fuß den Grundschlag. Die Pause erkennst du daran, dass bei einer Silbe nichts dazukommt.

Ein Beispiel aus dem Notenarchiv

Gesang und Klavier

  • Der Tod und das Mädchen Franz Schubert, D. 531 · Gesang und Klavier · 2 Seiten

    In Takt 8 beginnt die Singstimme mit einer halben Pause und einer Viertelpause. Dann folgt eine Achtelpause, und erst danach setzt das Mädchen mit einer Achtel ein, die ihrerseits als Auftakt in Takt 9 führt. Die Achtelpause hält also den Einsatz um eine Achtel zurück, im Alla-breve-Takt einen Viertelschlag (die Halbe ist der Schlag).

Typische Fehler

Das Rhythmus-Diktat nennt als dritten häufigen Fehler den Umgang mit Pausen: Eine Pause sei kein Nichts, sondern ein gemessener Zeitraum. Das gilt auch für die kurze Achtelpause. Der Ausweg ist, die Pause wie eine Note mitzusprechen und nur das Spielen wegzulassen.