Cimbasso
Tiefes Blechblasinstrument der italienischen Oper; bei Verdi Name für die Bassposaune.
Was es bedeutet
Cimbasso ist die Bezeichnung für das tiefste Blechblasinstrument der italienischen Opernorchester des 19. Jahrhunderts. Der Name bezeichnete historisch keinen einheitlichen Instrumententyp, sondern wechselte je nach Zeit und Ort seine Bedeutung: Bei Giuseppe Verdi meint „Cimbasso“ meist eine Bassposaune oder ein verwandtes Ventilblasinstrument, das die tiefste Bassstimme der Blechbläsergruppe übernahm.
Musikalische Verwendung
Verdi setzte den Cimbasso gezielt ein, um dem Blechbläsersatz eine geschlossene, homogene Klangfarbe von Trompete bis Bass zu geben, anders als bei der oft eigenständigeren Klangfarbe der Tuba. Da historische Cimbassi selten und ihre genaue Bauform in Quellen uneinheitlich überliefert ist, wird die Stimme in modernen Aufführungen häufig auf einem eigens dafür wiederbelebten, ventilbestückten Instrument in aufrechter Trompetenbauform gespielt, das seit dem späten 20. Jahrhundert wieder gebaut wird.
Abzugrenzen ist der Cimbasso von der Basstuba, die im übrigen europäischen Orchester die entsprechende Rolle übernimmt, sowie von der Kontrabassposaune, mit der er historisch teils gleichgesetzt wurde.
Spielpraxis
Hörst du italienische Opern Verdis mit originalgetreuer Instrumentierung, achte auf die geschlossene, trompetenähnliche Klangfarbe der tiefsten Blechbläserstimme – sie klingt anders als die rundere, oft weichere Tuba, die in vielen modernen Aufführungen an ihrer Stelle spielt.