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Instrument

Basstuba

Tiefstes Blechblasinstrument im Orchester.

Was es bedeutet

Die Basstuba ist ein tiefes Blechblasinstrument mit weiter, konischer Mensur, großem Schallbecher und meist vier bis sechs Ventilen. Gebräuchlich sind Bauformen in F und in Es. Anders als die meisten Blechblasinstrumente wird die Tuba im Orchester klingend notiert, also im Bassschlüssel ohne Transposition; in der Blasmusik sind je nach Land auch transponierende Schreibweisen üblich. Die weite Mensur gibt ihr einen runden, tragenden Klang ohne Schärfe, der auch in großer Tiefe deutlich bleibt.

Musikalische Verwendung

Die Tuba kam in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf und ersetzte ältere Bassinstrumente der Blechgruppe wie die Ophikleide. Im Orchester bildet sie das Fundament des Blechs, verstärkt Posaunen und Hörner und trägt harmonisch die Basslinie; sie ist zugleich zu leisen, weichen Solostellen fähig, die ihren Ruf als bloßes Fundamentinstrument widerlegen. In Blasorchester und Brass Band ist sie unverzichtbar, ebenso in manchen Traditionen der Tanz- und Unterhaltungsmusik. Von der Kontrabasstuba unterscheidet sie sich durch die Lage: Diese ist in C oder B gebaut und klingt eine Quarte oder Quinte tiefer.

Spielpraxis

Die Tuba verlangt große Luftmengen bei ruhigem, breitem Luftstrom; arbeite an der Atemführung, bevor du an Lautstärke denkst. Der Ansatz bleibt entspannt und weit, das Mundstück ist groß, und zu viel Anpressdruck macht die Tiefe sofort unsicher. Nutze das vierte und die weiteren Ventile zur Korrektur der Intonation tiefer Töne, die in Grundstellung zu hoch liegen. Achte beim Sitzen auf freien Oberkörper und eine Instrumentenhaltung, die das Gewicht nicht auf den Arm legt. Leere das Kondenswasser regelmäßig über die Wasserklappen und halte Ventile und Züge gepflegt, damit die Ansprache leicht bleibt.

die Tuba den Bass der Blechgruppe trägt und deshalb weniger von Lautstärke als von Deutlichkeit lebt: Kurze, klare Ansätze helfen dem ganzen Satz, breite, verwaschene Töne machen ihn schwer. Achte auf die Abstimmung mit Posaunen und Kontrabässen und klärt, wer bei Verdopplungen führt. Prüfe die tiefen Ventilkombinationen mit dem Ohr und nutze die Zusatzventile zur Korrektur. Plane Atemstellen früh und notiere sie, weil der Luftverbrauch die Phrasierung mitbestimmt.