Bassschlüssel
F-Schlüssel auf der vierten Notenlinie.
Was es bedeutet
Der Bassschlüssel ist die heute übliche Form des F-Schlüssels. Er bestimmt, dass die vierte Linie des Systems — die zweite von oben — das kleine f bezeichnet, also den Ton eine Quinte unter dem eingestrichenen c. Von dort aus ergibt sich der gesamte tiefe Tonraum. Zusammen mit dem Violinschlüssel deckt er den Bereich ab, in dem der größte Teil der abendländischen Musik notiert ist.
Im Notenbild
Das Zeichen ist aus dem Buchstaben F entstanden und hat die Form eines nach links geöffneten Bogens mit zwei Punkten. Der Anfangspunkt des Bogens und die beiden Punkte umschließen die vierte Linie; sie ist der festgelegte Ton. Das eingestrichene c, die Nahtstelle zum Violinschlüssel, liegt eine Hilfslinie über dem System. Wird das Zeichen auf die dritte Linie gesetzt, entsteht der ältere Baritonschlüssel. Eine tiefergestellte kleine Acht unter dem Schlüssel zeigt an, dass eine Oktave tiefer zu lesen ist — so notiert der Kontrabass klingend eine Oktave unter dem Geschriebenen.
Musikalische Verwendung
Im Bassschlüssel notieren Violoncello, Kontrabass, Fagott, Posaune und Tuba, ebenso die Bassstimme im Chor und die linke Hand am Klavier. Bei anhaltend hoher Lage wechseln Violoncello und Fagott in den Tenor- oder Violinschlüssel, um Hilfslinien zu vermeiden. In der Partitur stehen die tiefen Instrumente entsprechend im unteren Bereich; der Generalbass des Barock ist durchgehend im Bassschlüssel geschrieben, mit der Bezifferung darunter.
Weitere Bezeichnungen
F-Schlüssel ist der Oberbegriff: Das Zeichen legt die Lage des kleinen f fest. Auf der vierten Linie ergibt es den Bassschlüssel, auf der dritten den selten gewordenen Baritonschlüssel, auf der fünften den Subbassschlüssel. Im heutigen Gebrauch meint F-Schlüssel fast immer den Bassschlüssel.
Spielpraxis
Wenn du vom Violinschlüssel herkommst, widerstehe der Versuchung, die Noten umzurechnen — die Verschiebung um eine Terz scheint zunächst bequem, wird aber zur dauerhaften Bremse. Verankere stattdessen feste Bezugstöne: das kleine f auf der vierten Linie, das kleine c im zweiten Zwischenraum von unten, das große G auf der untersten Linie. Übe beide Schlüssel abwechselnd und in kurzen Einheiten, damit sich das Lesen nicht gegenseitig überlagert. Beim Klavierspiel hilft es, die linke Hand eine Zeit lang allein vom Blatt zu spielen; sobald beide Hände laufen, übernimmt die rechte sonst die Führung des Blicks.