Zum Inhalt springen
Notation

Notenschlüssel

Der Notenschlüssel steht am Anfang jeder Notenzeile und legt fest, welcher Ton auf welcher Linie liegt. Ohne ihn hätten die fünf Linien keine feste Bedeutung. Die beiden wichtigsten sind der Violinschlüssel für hohe und der Bassschlüssel für tiefe Lagen; dazu kommen die C-Schlüssel.

Aufgabe
legt fest, welche Linie welchen Ton trägt
Steht
am Anfang jeder Zeile
Die zwei wichtigsten
Violinschlüssel (G), Bassschlüssel (F)
Weitere
C-Schlüssel

Welche Linie ist welcher Ton?

Die Seite Noten lesen lernen erklärt es so: Der Schlüssel am Anfang jeder Zeile legt fest, welcher Ton auf welcher Linie liegt, und er gilt für die ganze Zeile. Derselbe Notenkopf bedeutet je nach Schlüssel einen ganz anderen Ton. Der Violinschlüssel, auch G-Schlüssel, umkreist mit seinem eingerollten Mittelpunkt die zweite Linie von unten, den Ton g′. Beim Bassschlüssel, dem F-Schlüssel, umschließen zwei Punkte die vierte Linie von unten, den Ton f.

SchlüsselLegt festFür
Violinschlüssel (G-Schlüssel)g′ auf der zweiten Linie von untenGesang, Geige, Flöte, Trompete, rechte Hand am Klavier
Bassschlüssel (F-Schlüssel)f auf der vierten Linie von untenCello, Kontrabass, Posaune, Fagott, linke Hand am Klavier
Altschlüssel (C-Schlüssel)c′ auf der mittleren LinieBratsche

Die Gründe für zwei Schlüssel liegen in den Hilfslinien. Der Bassschlüssel steht laut Symbolbibliothek für tiefe Stimmen, weil unter dem Violinschlüssel sonst zu viele Hilfslinien nötig wären. Das mittlere c liegt im Violinschlüssel auf der ersten Hilfslinie unterhalb des Systems und im Bassschlüssel auf der ersten oberhalb; genau dieser Ton verbindet beim Klavier die beiden Schlüssel. Wer Klavier spielt, braucht beide gleichzeitig, wer singt oder ein Melodieinstrument spielt, braucht meist nur einen.

Dieselbe Musik in drei Schlüsseln

Mozarts Serenade „Eine kleine Nachtmusik“ liegt im Archiv in einzelnen Stimmen vor. Aus dem Satz lassen sich die drei Schlüssel nebeneinander lesen:

Eine Serenade, drei Schlüssel

Gitarre

Merkhilfen

Die Seite Noten lesen lernen nennt Eselsbrücken. Im Violinschlüssel stehen auf den Linien von unten E – G – H – D – F („Es geht hier durch Forsthausen“), in den Zwischenräumen F – A – C – E. Im Bassschlüssel auf den Linien G – H – D – F – A („Geht Hans durch Frankfurts Altstadt“), in den Zwischenräumen A – C – E – G („Alle Cellisten essen Gurken“). Die Sprüche sind nur ein Gerüst für den Anfang.

Selbst ausprobieren: Im Modul Töne am Griffbrett lernst du die Töne der Gitarre kennen, im Modul Töne benennen rechnest du Tonnamen ohne Notenbild. Beide ergänzen das Lesen.

Häufige Fehler

Der häufigste Fehler ist, den Schlüssel zu übersehen: Wer den Bassschlüssel wie einen Violinschlüssel liest, bekommt jeden Ton falsch. Die Seite Noten lesen lernen rät deshalb, immer zuerst den Schlüssel zu prüfen. Das gilt vor allem bei Klaviernoten, bei denen sich die Schlüssel innerhalb eines Stücks ändern können.