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Notation

C-Schlüssel

Der C-Schlüssel legt fest, auf welcher Linie das eingestrichene c steht. Anders als Violin- und Bassschlüssel kann er auf jeder der fünf Linien sitzen, und je nach Linie heißt er Sopran-, Mezzosopran-, Alt-, Tenor- oder Baritonschlüssel. Heute begegnet er vor allem in Noten für Bratsche, aber auch für hohes Cello, Fagott und Posaune.

Festgelegter Ton
das eingestrichene c (c′), das „mittlere C“
Bekannteste Form
Altschlüssel, c′ auf der mittleren Linie
Heute vor allem für
Bratsche, hohes Cello, Fagott, Posaune
Verwandt
Notenschlüssel

Ein Schlüssel, der wandert

Auf der Seite Noten lesen lernen steht, dass der Schlüssel am Anfang jeder Zeile festlegt, welcher Ton auf welcher Linie liegt. Neben Violin- und Bassschlüssel gebe es C-Schlüssel, etwa den Bratschenschlüssel, „die aber erst für Fortgeschrittene wichtig werden“. Der C-Schlüssel markiert immer das eingestrichene c. Wo dieses c im System steht, bestimmt die Linie, auf der das Zeichen sitzt.

NameLinie des c′Heute verwendet für
Sopranschlüsselerste Liniehistorische Ausgaben des 17./18. Jahrhunderts
Mezzosopranschlüsselzweite Liniehistorische Ausgaben, selten
Altschlüsseldritte (mittlere) LinieBratsche
Tenorschlüsselvierte Liniehohes Cello, Fagott, Posaune
Baritonschlüsselfünfte Liniehistorische Ausgaben, selten

Die Symbolbibliothek beschreibt das genauer. Im Mittelalter und Barock wanderte der C-Schlüssel je nach Stimmlage zwischen mehreren Linien; heute sei er fast nur noch als Altschlüssel für die Bratsche und als Tenorschlüssel für hohes Cello, Posaune und Fagott in Gebrauch. Sopran- und Mezzosopranschlüssel kommen heute meist nur noch in Urtext- und Alte-Musik-Ausgaben vor; moderne Ausgaben schreiben solche Stimmen in der Regel im Violinschlüssel.

Warum nicht einfach Violin- oder Bassschlüssel?

Der Altschlüssel wird laut der Bibliothek hauptsächlich für die Viola verwendet, weil deren Tonumfang genau in dem Bereich liegt, in dem weder Violinschlüssel noch Bassschlüssel ohne viele Hilfslinien auskämen. Das mittlere c liegt in dem einen Schlüssel auf der ersten Hilfslinie unter, im anderen auf der ersten über dem System; im Altschlüssel sitzt es mitten im System.

Ein Beispiel aus dem Archiv

Von Mozarts Serenade liegen im Archiv die einzelnen Stimmen vor. Damit lässt sich derselbe Satz in unterschiedlichen Schlüsseln vergleichen:

Eine Serenade, drei Schlüssel

Zum Üben: Lies die Bratschenstimme Note für Note und rechne um: Die mittlere Linie ist c′, der Zwischenraum darüber d′, der Zwischenraum darunter h. Wer die beiden anderen Schlüssel sicher beherrscht, braucht für den Altschlüssel nur diesen einen Anker.

Wie man sich auf ungewohnte Notenbilder einstellt, behandelt der Artikel Vom Blatt spielen. Auf der Seite Noten lesen lernen steht außerdem der häufigste Anfängerfehler: den Schlüssel zu übersehen. Wer den Bassschlüssel wie einen Violinschlüssel liest, bekommt jeden Ton falsch. Beim C-Schlüssel gilt das erst recht: Immer zuerst den Schlüssel prüfen.