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Notation

Baritonschlüssel

Der Baritonschlüssel ist in erster Linie ein F-Schlüssel auf der mittleren (dritten) Linie. Ein C-Schlüssel auf der fünften, obersten Linie ergibt dieselbe Tonlage und wird ebenfalls Baritonschlüssel genannt. Beide sind heute selten.

F-Form
f (kleine Oktave) auf der dritten Linie
C-Form
c′ auf der fünften Linie, gleichwertig
Heute
selten, vor allem in historischen Ausgaben
Familie
C-Schlüssel

Zwei Formen, ein Ergebnis

Der Baritonschlüssel verlegt das System für eine Baritonstimme oder ein Instrument in dieser Lage so, dass es ohne viele Hilfslinien auskommt. Die übliche Form ist ein F-Schlüssel auf der mittleren Linie: Er markiert dort das f der kleinen Oktave. Ein C-Schlüssel auf der obersten Linie legt das c′ dorthin und ergibt genau dieselben Tonplätze. Die C-Form ergibt also dieselben Tonplätze wie die F-Form; man findet sie in alten Ausgaben.

Baritonschlüssel als F-Schlüssel auf der Mittellinie

4 4

Der Schlüssel sieht aus wie ein Bassschlüssel, sitzt aber eine Linie tiefer: Seine Punkte umfassen die mittlere Linie, auf der das f liegt.

Baritonschlüssel als C-Schlüssel auf der fünften Linie

4 4

Dieselben Töne in der C-Form. Die Noten stehen an genau denselben Stellen wie in der F-Form. Das c′ liegt auf der obersten Linie.

So liest du ihn

Beide Formen belegen die Linien mit denselben Tönen: von unten H, d, f, a und c′, die Zwischenräume c, e, g und h. Merke dir einfach: In der Mitte liegt das f. Wer den Bassschlüssel kennt, rechnet um: Derselbe Platz meint im Baritonschlüssel einen um eine Terz höheren Ton (unterste Linie: H statt G).

Platz im System (von unten)Ton im Baritonschlüssel (beide Formen)
erste LinieH
erster Zwischenraumc
zweite Linied
zweiter Zwischenraume
dritte Linief
dritter Zwischenraumg
vierte Liniea
vierter Zwischenraumh
fünfte Liniec′

Namen und Verbreitung

Nicht alle Nachschlagewerke kennen beide Formen: Manche führen als Baritonschlüssel nur den F-Schlüssel auf der Mittellinie, andere nennen auch den C-Schlüssel auf der fünften Linie. Beide Formen sind heute selten. Man begegnet ihnen vor allem in historischen Ausgaben, die Singstimmen oder Basslinien in dieser Lage schreiben. Im modernen Spiel liest man in der Regel Violin-, Bass-, Alt- oder Tenorschlüssel.

Zum Üben: Schreibe eine kurze Melodie im Bassschlüssel auf und übertrage sie in die F-Form des Baritonschlüssels, dann in die C-Form. Prüfe, dass alle drei Fassungen dieselben Töne meinen. Übe, das f auf der Mittellinie sofort zu erkennen.

Häufige Fehler

  • Den F-Baritonschlüssel für einen Bassschlüssel halten: Die Punkte umfassen die mittlere, nicht die vierte Linie.
  • Die C-Form anders lesen als die F-Form: Beide meinen dieselben Töne.
  • Das c′ auf der falschen Linie suchen: In der C-Form liegt es auf der obersten Linie.