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Notation

Sopranschlüssel

Der Sopranschlüssel, auch Diskantschlüssel genannt, ist ein C-Schlüssel auf der untersten Linie: Das eingestrichene c (c′) liegt auf der ersten Linie, darüber folgen die höheren Töne. Heute begegnet er vor allem in älteren Ausgaben.

Festgelegt
c′ auf der ersten (untersten) Linie
Auch
Diskantschlüssel
Familie
C-Schlüssel
Heute
vor allem in historischen Ausgaben

Das c′ ganz unten

Ein C-Schlüssel legt fest, auf welcher Linie das eingestrichene c (c′), das „mittlere C“, steht. Der Sopranschlüssel setzt es auf die unterste Linie. Dadurch liegt das ganze System über dem c′: Die fünf Linien tragen die Töne c′, e′, g′, h′ und d″. Das passt zu Stimmen, die hoch liegen, etwa einer Sopranstimme in alten Chorsätzen. Daher der Name und das Wort „Diskantschlüssel“, nach dem Diskant, der Oberstimme.

Eine Melodie im Sopranschlüssel

4 4

Das erste c′ liegt auf der untersten Linie, das letzte c″ im vierten Zwischenraum. Die Töne klingen wie überall sonst: c′ ist das mittlere C.

Dieselben Töne im Violinschlüssel

4 4

Im Violinschlüssel liegt das c′ unter dem System auf der ersten Hilfslinie. Der Sopranschlüssel erspart diese Hilfslinien für Stimmen, die vor allem über dem c′ singen.

So liest du ihn

Finde das c′ auf der untersten Linie und zähle von dort Linie für Linie aufwärts: Linien und Zwischenräume wechseln sich ab, jeder Platz ist ein Ton der C-Dur-Tonleiter weiter. Die Tabelle fasst alle Plätze zusammen. Wer den Violinschlüssel kennt, rechnet um: Derselbe Platz im System bedeutet im Sopranschlüssel einen um eine Terz tieferen Ton (unterste Linie: c′ statt e′). Im Violinschlüssel steht das c′ auf der ersten Hilfslinie unter dem System.

Platz im System (von unten)Ton im Sopranschlüssel
erste Liniec′
erster Zwischenraumd′
zweite Liniee′
zweiter Zwischenraumf′
dritte Linieg′
dritter Zwischenrauma′
vierte Linieh′
vierter Zwischenraumc″
fünfte Linied″

Wo man ihn findet

Heute ist der Sopranschlüssel selten. Er steht vor allem in Ausgaben des 17. und 18. Jahrhunderts und in neuen Ausgaben, die die alte Schlüsselung bewusst bewahren. Sonst begegnet man den anderen C-Schlüsseln häufiger, etwa dem Altschlüssel der Bratsche oder dem Tenorschlüssel. Für das moderne Spiel genügt es, ihn lesen zu können.

Zum Üben: Schreibe die Töne einer Melodie im Violinschlüssel auf und übertrage sie in den Sopranschlüssel, oder umgekehrt. Sage dir bei jeder Note: „Das c′ ist unten, also …“. Wiederhole mit kurzen Melodien, bis du das c′ auf der untersten Linie sofort findest.

Häufige Fehler

  • Den Schlüssel für einen G-Schlüssel halten: Das Zeichen zeigt hier das c′, nicht das g′.
  • Linien wie im Violinschlüssel lesen: Dann liegen alle Töne eine Terz zu hoch.
  • Das c′ auf der falschen Linie suchen: Es liegt auf der untersten Linie.