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Theorie

Eingestrichene Oktave

Oktavbereich von c¹ bis h¹; enthält den Kammerton a¹.

Was es bedeutet

Die eingestrichene Oktave umfasst den Tonraum von c¹ bis h¹ und enthält mit a¹ den international genormten Kammerton, auf den Orchester und Instrumente gestimmt werden. Sie liegt eine Oktave über der kleinen Oktave und markiert für viele Instrumente und Stimmen die mittlere, bequem erreichbare Lage.

Im Notenbild

Bezeichnet wird die eingestrichene Oktave in der deutschen Tonbezeichnung durch eine hochgestellte 1 nach dem Buchstaben, also c¹, d¹ und so weiter, beziehungsweise durch einen Strich über dem Buchstaben in älterer Notation. Im Violinschlüssel liegen ihre Töne größtenteils auf und über den Notenlinien, im Bassschlüssel dagegen oberhalb des Systems mit Hilfslinien.

Musikalische Verwendung

Die eingestrichene Oktave bildet für viele Melodieinstrumente und die menschliche Sprechstimme die zentrale, am häufigsten genutzte Lage, in der Klang und Ansprache besonders ausgeglichen sind. Der in ihr liegende Kammerton a¹, heute meist mit 440 oder 442 Hertz festgelegt, dient als gemeinsamer Bezugspunkt, auf den sich alle Instrumente eines Ensembles einstimmen.

Abzugrenzen ist die eingestrichene Oktave von der kleinen Oktave, die eine Oktave darunter liegt und mit kleinen, nicht hochgestellten Buchstaben bezeichnet wird, sowie von der zweigestrichenen Oktave, die eine Oktave darüber liegt. Die Zählung der gestrichenen Oktaven setzt sich nach oben mit der zwei-, drei- und viergestrichenen Oktave fort.

Spielpraxis

Nutze den Kammerton a¹ der eingestrichenen Oktave als verlässlichen Referenzpunkt beim Stimmen deines Instruments, etwa mit einer Stimmgabel oder einem elektronischen Stimmgerät. Beim Singen und bei vielen Melodieinstrumenten liegt die eingestrichene Oktave meist in einer besonders bequemen, tragfähigen Lage, weshalb sich Übungen zur Tonbildung und Intonation gut hier beginnen lassen, bevor du in höhere oder tiefere Register wechselst.