Zum Inhalt springen
Instrument

Eufonium

Tiefes Bügelhorn in B, Tenortuba.

Was es bedeutet

Das Euphonium ist ein Blechblasinstrument der Bügelhornfamilie in B mit weiter, konischer Mensur, meist vier Ventilen und einem großen, nach oben gerichteten Schallbecher. Sein Tonraum entspricht dem der Posaune, sein Klang ist jedoch voller, weicher und dunkler. Gebräuchlich sind zwei Notationsweisen: im Bassschlüssel klingend, wie in deutscher Blasmusik und im Orchester üblich, oder transponierend im Violinschlüssel, wie in der Brass-Band-Tradition, wo ein geschriebenes c' als B klingt. Nahe verwandt und teils gleichbedeutend verwendet werden die Namen Tenortuba und Bariton, wobei letzteres meist ein enger mensuriertes Instrument meint.

Musikalische Verwendung

Im Blasorchester und in der Brass Band ist das Euphonium das gesangliche Instrument der Mittellage; ihm fallen die großen melodischen Linien zu, und es besitzt ein umfangreiches, technisch anspruchsvolles Solorepertoire. Im Sinfonieorchester tritt es seltener auf, wird aber gelegentlich ausdrücklich verlangt, wenn ein Komponist einen Tenorklang zwischen Horn und Tuba sucht. Seine Beweglichkeit ist bemerkenswert: Trotz tiefer Lage sind schnelle Läufe und weite Sprünge gut ausführbar, weil die Ventiltechnik der einer Trompete entspricht.

Spielpraxis

Nutze das vierte Ventil zur Korrektur der tiefen Ventilkombinationen, die sonst zu hoch liegen, und lerne die gebräuchlichen Ausweichgriffe. Der Luftstrom soll breit und ruhig fließen; der große Kessel des Mundstücks belohnt Fülle statt Druck. Übe Bindungen über weite Intervalle, weil die Naturtöne hier eng liegen und Treffsicherheit Klangvorstellung verlangt. Achte auf eine Haltung, bei der das Gewicht auf dem Oberschenkel oder einem Ständer ruht und die rechte Hand frei bleibt. Entleere das Kondenswasser häufig und halte die Ventile leichtgängig; bei den vielen Bögen sammelt sich rasch Wasser.

das Euphonium in der Tiefe erhebliche Luftmengen verlangt und der Ton dort leicht verschwimmt: Artikuliere deutlicher, als es in der Mittellage nötig wäre. Bei transponierender Notation im Violinschlüssel lohnt es, beide Lesarten zu beherrschen, weil Stimmen je nach Herkunft unterschiedlich gedruckt sind. Im Ensemble mit Posaunen ist die Artikulation abzustimmen, da der weiche Ansatz des Euphoniums sonst zurückfällt. Übe Bindungen über große Intervalle, weil das Repertoire sie häufig verlangt.