Comodo
„Bequem“ – gemächliches, unangestrengtes Zeitmaß.
Was es bedeutet
Comodo, italienisch „bequem, gemächlich“, ist eine Tempo- und Charakterbezeichnung, die kein festes Metronomtempo vorschreibt, sondern eine unangestrengte, natürliche Spielweise verlangt. Der Ausführende soll sich weder hetzen noch übertrieben verweilen, sondern das Tempo so wählen, dass sich die Musik bequem, ohne Zwang bewegt.
Musikalische Verwendung
Comodo steht meist als Zusatz zu einer anderen Tempobezeichnung, etwa Allegro comodo oder Andante comodo, und mildert deren strengere Vorgabe ab. Es signalisiert damit weniger ein bestimmtes Zeitmaß als eine Haltung: entspannt, aber nicht schleppend.
Abzugrenzen ist comodo von Moderato, das ein tatsächlich mittleres, eher neutrales Tempo meint, während comodo stärker auf die spielerische Bequemlichkeit und den natürlichen Fluss zielt. Von Comfortable oder Agiato, verwandten Bezeichnungen mit ähnlicher Bedeutung, unterscheidet sich comodo im Wesentlichen nur sprachlich, nicht inhaltlich.
Spielpraxis
Wähle bei comodo ein Tempo, in dem du technisch schwierige Stellen sauber und ohne Hetze bewältigen kannst; die Bezeichnung gibt dir bewusst Spielraum. Höre auf deinen natürlichen Atem oder Puls und lasse die Musik daraus entstehen, statt dich an ein starres Metronomtempo zu binden.