Consort
Englisches Instrumentalensemble des 16./17. Jahrhunderts.
Was es bedeutet
Consort ist die englische Bezeichnung für ein kleines Instrumentalensemble des 16. und 17. Jahrhunderts, meist bestehend aus vier bis sechs Spielern. Man unterscheidet das whole consort, bei dem alle Instrumente derselben Familie in verschiedenen Größen angehören, etwa ein Satz Violen von der Diskant- bis zur Bassviola, vom broken consort, das Instrumente unterschiedlicher Familien mischt, etwa Laute, Cister, Bassviola und Flöte.
Musikalische Verwendung
Consorts spielten sowohl mehrstimmige Instrumentalmusik ohne Gesang, sogenannte Consort music, als auch Begleitungen zu Liedern und Tänzen am englischen Hof und in bürgerlichen Häusern. Besonders das Gambenconsort, ein whole consort aus Violen da gamba, entwickelte eine reiche eigenständige Repertoire an Fantasien und mehrstimmigen Sätzen, unter anderem von Komponisten wie William Byrd und Orlando Gibbons.
Abzugrenzen ist das Consort vom späteren Streichquartett oder Orchester, die auf einer festgelegten, meist größeren Standardbesetzung beruhen, während die Consort-Besetzung flexibler und stärker von der jeweiligen Instrumentenfamilie geprägt war. Der englische Begriff entspricht in seiner Bedeutung in etwa dem, was im heutigen Sprachgebrauch als Kammerensemble bezeichnet würde, ist aber historisch auf England und diese Zeit begrenzt.
Spielpraxis
Spielst du in einem modernen Consort-Ensemble, etwa einem Gambenconsort, achte besonders auf die Klangbalance zwischen den verschiedenen Größen desselben Instruments: Da alle Stimmen klanglich verwandt sind, kommt es auf eine gleichmäßige, aufeinander abgestimmte Tongebung an, damit sich die Stimmen zu einem homogenen Gesamtklang verbinden.