Doxologie
Liturgische Lobpreisformel, z. B. „Gloria Patri“.
Was es bedeutet
Eine Doxologie ist eine liturgische Formel des Lobpreises Gottes, die feste Bestandteile christlicher Gottesdienste abschließt oder ergänzt. Die bekannteste, die sogenannte kleine Doxologie „Gloria Patri et Filio et Spiritui Sancto“ (Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist), wird traditionell an das Ende von Psalmen und Hymnen angehängt.
Musikalische Verwendung
Vertonungen der Doxologie finden sich in der gregorianischen Psalmodie, wo sie den Abschluss jeder Psalmodieformel bildet, ebenso wie in polyphonen Vespervertonungen, Te-Deum-Kompositionen und Kirchenkantaten. Komponisten setzen die Doxologie oft musikalisch abgesetzt vom übrigen Text, etwa durch einen homophonen Satz nach kontrapunktischen Abschnitten oder durch eine feierliche Steigerung der Dynamik.
Abzugrenzen ist die kleine Doxologie vom Gloria in excelsis, der sogenannten großen Doxologie, die als eigener, ausführlicherer Lobgesang zu Beginn der Messe steht. Beide teilen den Grundgedanken des Lobpreises, unterscheiden sich aber in Länge, Text und liturgischer Stellung.
Spielpraxis
Höre beim Studium liturgischer Musik gezielt auf den Moment, an dem die Doxologie einsetzt, meist erkennbar an einem Ruhepunkt oder Stimmungswechsel gegenüber dem vorangehenden Psalmtext. Singst du selbst in einem Chor, achte darauf, den feierlichen Charakter der Doxologie durch ruhigeres Tempo und wärmeren Klang von den vorangehenden Versen abzusetzen.