Dropped-D-Stimmung
Gitarrenstimmung, bei der die tiefste Saite einen Ganzton tiefer (D statt E) gestimmt ist.
Was es bedeutet
Bei der Dropped-D-Stimmung wird ausgehend von der Standardstimmung E-A-d-g-h-e' nur die tiefste Saite um einen Ganzton von E auf D heruntergestimmt, während die übrigen fünf Saiten unverändert bleiben. Dadurch lässt sich mit einem einzigen Finger auf der tiefsten Saite eine tiefe Quinte oder Oktave zu den benachbarten Saiten greifen.
Musikalische Verwendung
Die Dropped-D-Stimmung ermöglicht besonders in der Rock- und Metal-Musik tiefe, kraftvolle Powerchords, die mit einem Finger über mehrere Bünde hinweg gegriffen werden können, ohne dass die Hand die Griffposition wechseln muss. Sie wird auch in Folk- und Fingerstyle-Gitarrenmusik geschätzt, wo der tiefe D-Basston zusätzliche harmonische Möglichkeiten für Stücke in D-Dur oder D-Moll eröffnet.
Abzugrenzen ist die Dropped-D-Stimmung von vollständig alternativen Stimmungen wie der Open-D-Stimmung, bei der mehrere oder alle Saiten verändert werden, um einen offenen D-Dur-Akkord auf den leeren Saiten zu erzeugen. Sie unterscheidet sich davon dadurch, dass nur eine einzige Saite umgestimmt wird und die gewohnten Griffmuster der Standardstimmung größtenteils erhalten bleiben.
Spielpraxis
Stimme die tiefste Saite behutsam herunter und vergleiche sie regelmäßig mit der Oktave auf der d-Saite, um die exakte Tonhöhe zu treffen, da ein zu starkes Herunterstimmen die Saitenspannung spürbar verändert. Wechsle beim Umschalten zwischen Standard- und Dropped-D-Stimmung während eines Stücks möglichst zügig, etwa mit einem Stimmwirbel oder Drop-D-Tuner, um Pausen im Spielfluss zu vermeiden.