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Akkord

Power-Chord

Ein Power-Chord ist ein Akkord aus Grundton und Quinte ohne Terz, in der Rock- und Metal-Gitarre sehr verbreitet. Weil die Terz fehlt, ist er weder Dur noch Moll und passt über beides. Er lässt sich stark verzerren, ohne matschig zu klingen.

Aufbau
Grundton + Quinte
Schreibweise
A5 = A + E
Fehlt
die Terz, deshalb weder Dur noch Moll
Typisch in
Rock und Metal, verzerrte Gitarre
Hintergrund
Quinte

Eine Quinte ohne Entscheidung

Der Artikel Warum die Quinte hohl klingt erklärt den Aufbau: Der Dreiklang wird erst durch die Terz zu Dur oder Moll, die Quinte allein sagt dazu nichts. C–G ist weder fröhlich noch traurig, es ist eine Behauptung ohne Färbung. Genau deshalb ist der Power-Chord der Rockmusik eine Quinte ohne Terz. Er ist laut verzerrbar, weil wenig Obertöne miteinander in Konflikt geraten, und er passt über Dur- wie Mollmelodien, weil er sich nicht festlegt. Die Seite Intervalle ergänzt: Im Rock und Metal werden Power-Chords gespielt, die nur aus Grundton und Quinte bestehen (zum Beispiel „A5“ = A + E). Der bewusste Verzicht auf die Terz erlaubt heftige Verzerrung, ohne dass der Klang matschig wird.

A5: Grundton und Quinte

a e Quinte

Zwei Töne, sieben Halbtöne: a und e. Eine Terz (c oder cis) gibt es nicht.

AkkordTöneTerz?Wirkung
A (Dur)a–cis–egroße Terzhell
Am (Moll)a–c–ekleine Terzdunkel
A5 (Power-Chord)a–ekeineneutral, passt über beides
A5ID5IVE5VA5I

Die kleine Terz in Moll-Riffs

Auf der Seite Intervalle steht noch ein Hinweis zur kleinen Terz: Drei Bünde sind ein häufig verwendeter Griffabstand für Moll-Riffs und Blues-Licks; ein Power-Chord selbst hat keine Terz. Im Pentatonik-Spiel ist die kleine Terz eines der charakteristischsten Intervalle.

Gehört, aber nicht benannt

Der Artikel zur Quinte nennt einen Lernweg: Ein Gitarrist, der seit Jahren Quinten greift, ohne zu wissen, dass es Quinten sind, hat bereits das ganze Hörwissen, es fehlt nur der Name. Die Frage „Warum kannst du damit über Dur und Moll spielen?“ führt in einem Satz zur Antwort: weil die Terz fehlt, und die Terz ist die Entscheidung. Mehr dazu in Die Terz als Schalter.

Selbst ausprobieren: Greife A5 (a–e) und spiele darüber eine Melodie in a-Moll und danach eine in A-Dur. Der Akkord passt zu beiden.

Häufige Fehler

  • Den Power-Chord als Dur-Akkord bezeichnen: Ohne Terz ist er neutral.
  • Quinte mit Grundton verwechseln: A5 besteht aus a und e, nicht aus a und a.
  • Zu viele Töne hinzufügen: Mit Terz wird es ein Dur- oder Mollakkord.