Drumcomputer
Elektronisches Gerät, das programmierte Schlagzeugrhythmen erzeugt.
Was es bedeutet
Ein Drumcomputer ist ein elektronisches Gerät, das Schlagzeugklänge erzeugt oder wiedergibt und diese nach einem programmierten Rhythmusmuster automatisch abspielt. Die einzelnen Klänge stammen entweder aus synthetisierten Wellenformen oder aus aufgenommenen, gesampelten Schlagzeugklängen und werden über ein Raster aus Schlägen pro Takt angeordnet.
Musikalische Verwendung
Drumcomputer verbreiteten sich ab den späten 1970er und vor allem in den 1980er Jahren, als Geräte wie die Roland-TR-Reihe eigenständige, charakteristische Klänge lieferten, die bis heute in Genres wie Hip-Hop, House und Electro prägend sind. Sie ersetzen entweder ein akustisches Schlagzeug vollständig, etwa in rein elektronischer Musik, oder ergänzen es in Studioproduktionen um zusätzliche rhythmische Schichten.
Abzugrenzen ist der Drumcomputer vom Sampler, der beliebige aufgenommene Klänge nicht nur wiedergeben, sondern auch tonhöhen- und geschwindigkeitsverändert einspielen kann und nicht auf Schlagzeugklänge beschränkt ist. Auch vom akustischen Schlagzeug unterscheidet sich der Drumcomputer grundlegend, da bei ihm kein Anschlag durch eine spielende Person, sondern eine im Voraus festgelegte Abfolge erklingt.
Spielpraxis
Programmiere Rhythmusmuster am Drumcomputer zunächst mit einfachen, sich wiederholenden Grundschlägen wie Bassdrum und Snare, bevor du komplexere Füllungen und Verzierungen hinzufügst. Nutze bei Bedarf leichte Timing-Verschiebungen einzelner Schläge, um dem mechanisch exakten Raster einen lebendigeren, weniger starren Groove zu verleihen.