MIDI
Industriestandard zum Austausch musikalischer Steuerinformationen zwischen elektronischen Instrumenten.
Was es bedeutet
MIDI steht für Musical Instrument Digital Interface und ist ein Industriestandard für den Austausch musikalischer Steuerinformationen zwischen elektronischen Instrumenten, Computern und anderen Geräten. Wichtig ist: MIDI überträgt keinen Klang, sondern Anweisungen, etwa welche Taste gedrückt wurde, wie stark und wann sie losgelassen wurde. Das empfangende Gerät erzeugt daraus den Ton.
Die Daten werden auf bis zu 16 Kanälen übertragen. Zu den Nachrichten gehören Note an und Note aus mit Anschlagsstärke, Programmwechsel zur Klangauswahl, Pitch Bend sowie Regler wie Lautstärke oder Modulation.
Musikalische Verwendung
MIDI 1.0 wurde 1983 vorgestellt und machte es möglich, Synthesizer verschiedener Hersteller miteinander zu verbinden. Es ist bis heute die Grundlage von Musikproduktion am Computer. In Standard-MIDI-Dateien lassen sich Musikstücke als Notenfolgen speichern; diese sind sehr klein, klingen aber je nach Klangerzeuger unterschiedlich. Eine überarbeitete Fassung, MIDI 2.0, wurde 2020 veröffentlicht.
Abzugrenzen ist MIDI von Audiodateien wie WAV oder MP3, die den Klang selbst speichern.
Spielpraxis
Wenn du mit MIDI arbeitest, trenne Eingabe und Klang: Dieselbe Aufnahme kannst du mit verschiedenen Klängen abspielen. Achte auf sauberes Timing beim Einspielen und korrigiere Anschlagsstärken, statt nur die Lautstärke des Instruments zu ändern.