Elektrophon
Instrument mit elektrischer oder elektronischer Klangerzeugung.
Was es bedeutet
Ein Elektrophon ist ein Musikinstrument, dessen Klang durch elektrische oder elektronische Vorgänge erzeugt wird, etwa durch Schwingkreise, Oszillatoren oder digitale Klangsynthese, statt durch eine schwingende Saite, Membran oder Luftsäule. Elektrophone bilden damit eine eigene, jüngere Kategorie neben den klassischen, rein akustischen Klangerzeugungsarten.
Musikalische Verwendung
In der von Erich Moritz von Hornbostel und Curt Sachs im frühen 20. Jahrhundert entwickelten Instrumentenklassifikation bilden Elektrophone die jüngste, fünfte Hauptgruppe neben Idiophonen, Membranophonen, Chordophonen und Aerophonen. Zu ihnen zählen etwa der Synthesizer, die elektrische Orgel und Instrumente wie das Theremin, das seinen Klang ganz ohne Berührung allein durch Annäherung der Hände an zwei Antennen erzeugt.
Abzugrenzen sind reine Elektrophone von lediglich elektrisch verstärkten akustischen Instrumenten wie der E-Gitarre: Diese erzeugen ihren ursprünglichen Klang zwar akustisch durch eine schwingende Saite, verstärken ihn aber elektrisch, weshalb sie in manchen Klassifikationen gesondert als elektroakustische Instrumente geführt werden. Elektrophone im engeren Sinn erzeugen den Klang dagegen von Grund auf elektrisch oder elektronisch, ohne akustisch schwingendes Element.
Spielpraxis
Mache dir beim Umgang mit einem Elektrophon bewusst, dass Klangparameter wie Tonhöhe, Klangfarbe und Lautstärke meist über elektronische Regler oder Steuerspannungen statt über physikalische Spielweise wie Anblasen oder Anstreichen beeinflusst werden. Übe gezielt den Umgang mit den spezifischen Bedienelementen deines Instruments, etwa Reglern für Filter oder Hüllkurven, da diese bei Elektrophonen einen Teil der klanglichen Ausdrucksmöglichkeiten übernehmen, die bei akustischen Instrumenten aus der Körpertechnik stammen.