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Instrument

Aerophon

Instrument, bei dem schwingende Luft selbst den Ton erzeugt (Blasinstrumente).

Was es bedeutet

Aerophon ist eine Instrumentenklasse aus der Systematik von Erich Moritz von Hornbostel und Curt Sachs, mit der Musikinstrumente nach der Art ihrer Tonerzeugung eingeteilt werden. Bei Aerophonen erzeugt schwingende Luft selbst den Klang, ohne dass eine feste, schwingende Saite, Membran oder ein anderer fester Körper den Ton primär hervorbringt.

Diese Instrumentenklasse umfasst damit alle Blasinstrumente: Flöten, bei denen ein Luftstrom an einer Kante gebrochen wird, Rohrblattinstrumente wie Klarinette und Oboe, Blechblasinstrumente wie Trompete und Horn, bei denen die Lippen des Spielers die Luft in Schwingung versetzen, sowie auch Orgelpfeifen und die Handharmonika.

Im Notenbild

Aerophon ist eine instrumentenkundliche Klassifikation und hat keine eigene Entsprechung im Notenbild. Für Aerophone gelten dieselben Notationsregeln wie für andere Instrumente ihrer jeweiligen Gattung, etwa transponierende Notation für viele Blechblas- und Holzblasinstrumente.

Musikalische Verwendung

Die Einteilung in Aerophone, Chordophone (Saiteninstrumente), Membranophone (Trommeln) und Idiophone (Instrumente, die durch den eigenen festen Körper klingen) dient vor allem der wissenschaftlichen und museologischen Ordnung von Instrumenten aus aller Welt, unabhängig von Kulturkreis oder Bauweise. Sie erlaubt es, sehr unterschiedlich aussehende Instrumente wie eine europäische Querflöte, ein afrikanisches Horn oder eine asiatische Mundorgel systematisch zu vergleichen, da bei allen letztlich die schwingende Luft den Ton erzeugt.

Innerhalb der Aerophone wird oft weiter unterschieden, etwa danach, ob die Luft durch die Lippen des Spielers, ein Rohrblatt, eine Luftkante oder mechanisch, wie bei der Orgel, in Schwingung versetzt wird.