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Moderne

Elektronische Musik

Musik, deren Klänge elektronisch erzeugt oder bearbeitet werden; ab 1951 im Kölner WDR-Studio geprägt.

Was es bedeutet

Elektronische Musik bezeichnet Musik, deren Klänge mit elektronischen Mitteln erzeugt oder bearbeitet werden, etwa durch Synthesizer, Oszillatoren oder computergestützte Klangerzeugung, statt ausschließlich durch akustische Instrumente. Der Begriff wird sowohl für ein historisches, klar umrissenes Kompositionsprinzip als auch allgemein für elektronisch erzeugte Musik unterschiedlichster Genres verwendet.

Musikalische Verwendung

Als eigenständiger kompositorischer Ansatz wurde die elektronische Musik ab 1951 im Studio für elektronische Musik des Westdeutschen Rundfunks in Köln geprägt, wo Komponisten wie Karlheinz Stockhausen rein elektronisch erzeugte Klänge nach seriellen Prinzipien organisierten, im bewussten Gegensatz zur damals ebenfalls entstehenden Musique concrète mit aufgenommenen Alltagsklängen. Seither hat sich elektronische Musik in zahllose Richtungen entwickelt, von akademischer Computermusik bis zu elektronischer Tanzmusik mit Synthesizern und Drumcomputern.

Abzugrenzen ist die elektronische Musik von der Musique concrète, die mit aufgenommenen, nicht rein elektronisch erzeugten Klängen arbeitet, sowie von der elektroakustischen Musik im weiteren Sinn, die beide Ansätze sowie den Einsatz elektronisch verstärkter akustischer Instrumente umfasst. Von rein akustischer Musik unterscheidet sich elektronische Musik grundlegend durch die technische Klangerzeugung, die neue, mit akustischen Instrumenten nicht erreichbare Klangfarben ermöglicht.

Spielpraxis

Höre beim Studium früher elektronischer Musik gezielt auf rein synthetische, oft ungewohnte Klangfarben, die sich deutlich von akustischen Instrumentenklängen unterscheiden, und vergleiche sie mit gleichzeitig entstandenen Werken der Musique concrète, um die unterschiedlichen Klangquellen zu erkennen. Wenn du selbst mit elektronischer Klangerzeugung arbeitest, experimentiere systematisch mit einzelnen Parametern wie Frequenz, Klangfarbe und Hüllkurve, um ein Gefühl für die spezifischen Gestaltungsmöglichkeiten elektronischer Klänge zu entwickeln.