Dudelsack
Blasinstrument mit Windsack, Spielpfeife und Bordunpfeifen.
Was es bedeutet
Der Dudelsack ist ein Blasinstrument, bei dem ein Windsack als Luftreservoir dient, das die spielende Person durch ein Blasrohr befüllt und mit dem Arm unter Druck hält. Aus dem Windsack strömt die Luft gleichmäßig in eine Spielpfeife mit Grifflöchern für die Melodie sowie in eine oder mehrere Bordunpfeifen, die einen liegenden, meist einstimmigen Grundton oder eine Quinte kontinuierlich erklingen lassen.
Musikalische Verwendung
Dudelsäcke gibt es in vielen regionalen Bauformen quer durch Europa und Vorderasien, wobei der schottische Highland-Dudelsack mit seinen drei Bordunpfeifen und lautem Klang die im Westen bekannteste Variante ist; weitere bedeutende Traditionen finden sich unter anderem in Irland, Galicien, auf dem Balkan und in Nordafrika. Der Dudelsack begleitet traditionell Tänze, Prozessionen und militärische Anlässe, wobei sein durchdringender, gleichbleibender Klang auch im Freien weit trägt.
Abzugrenzen ist der Dudelsack von der Drehleier, die einen ähnlichen Bordunklang erzeugt, ihn aber durch ein gedrehtes Rad an Saiten statt durch Luft an Pfeifen hervorbringt. Regional verwandte, einfachere Bauformen wie die Duda unterscheiden sich vom Dudelsack meist durch eine geringere Zahl an Bordunpfeifen und eine schlichtere, weniger standardisierte Bauweise.
Spielpraxis
Übe zunächst das gleichmäßige Befüllen und Unter-Druck-Halten des Windsacks getrennt vom Fingerspiel, damit die Bordunpfeifen ohne Unterbrechung durchklingen, während du atmest. Da der Dudelsack keine Pausen im Luftstrom zulässt, gestalte Phrasierung und Artikulation der Melodie über gezielte Fingertechnik und kurze Verzierungen, statt über Lautstärke- oder Tonlängenänderungen wie bei anderen Blasinstrumenten.