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Instrument

Fidel

Mittelalterliches Streichinstrument, ein Vorläufer der Violine.

Was es bedeutet

Die Fidel ist ein mittelalterliches Streichinstrument und einer der Vorläufer der Violine. Sie wurde vom 10. bis ins 15. Jahrhundert in ganz Europa gespielt und besaß einen ovalen oder achtförmigen Korpus, mehrere Saiten und wurde mit einem Bogen gestrichen. Gehalten wurde sie je nach Region und Zeit vor der Brust, auf der Schulter oder auf dem Knie.

Musikalische Verwendung

Im Mittelalter begleitete die Fidel Gesang und Tanz, wurde von Spielleuten ebenso wie in höfischer Umgebung gespielt und ist auf zahlreichen Bilddarstellungen zu sehen. Ihre Bauform ging später in die Familie der Gamben und der Geigen ein; als Ahnen der Violine gelten neben der Fidel auch andere Streichinstrumente wie das Rebec.

Abzugrenzen ist die Fidel von der heutigen Fiddle, der volkstümlichen Violinspielweise etwa in Irland und den USA, die dasselbe Instrument wie die Violine meint, und von der Drehleier, die ebenfalls „Leier“ genannt wurde, aber mit einem Rad statt mit einem Bogen angestrichen wird.

Spielpraxis

Wenn du Fidelmusik hörst oder spielst, achte auf den Bordun: Häufig klingt neben der gestrichenen Melodiesaite eine leere Saite mit. Spiele mit leichtem Bogendruck und wenig Vibrato, denn der Klang der Fidel ist schlicht und obertonreich.