Foxtrott
Amerikanischer Gesellschaftstanz im 4/4-Takt.
Was es bedeutet
Der Foxtrott ist ein amerikanischer Gesellschaftstanz im Viervierteltakt, der in den 1910er Jahren aufkam und sich rasch zu einem der meistgetanzten Paartänze entwickelte. Er verbindet gleitende, schreitende Bewegungen mit einem Wechsel von langsamen und schnellen Schritten.
Musikalisch ist der Foxtrott eng mit dem frühen Jazz und der Tanzmusik der 1910er und 1920er Jahre verbunden. Kennzeichnend sind ein gleichmäßiger Puls in geradem Takt, eine Begleitung, die die Zählzeiten deutlich markiert, und eine Melodie mit synkopierten Wendungen.
Aus dem Foxtrott entwickelten sich mehrere Tänze mit unterschiedlichem Tempo. Der langsame Foxtrott, im Deutschen meist Slowfox genannt, ist ein ruhiger, fließender Standardtanz; der schnelle Foxtrott, aus dem sich der Quickstep entwickelte, ist deutlich rascher. Diese Unterscheidung wird in der Tanzausbildung genau getroffen, im allgemeinen Sprachgebrauch weniger.
Im Notenbild
Der Foxtrott steht im Viervierteltakt, häufig mit einem Bass auf der ersten und dritten, einem Akkord auf der zweiten und vierten Zählzeit. Die Melodie ist klar gegliedert, meist in Abschnitten zu acht Takten, oft mit Synkopen.
Musikalische Verwendung
Der Foxtrott prägte die Tanzmusik der Zwischenkriegszeit und wurde von Tanzorchestern in Amerika und Europa gespielt. Zahlreiche Lieder dieser Zeit wurden als Foxtrott arrangiert. In der Tanzschule und im Turniertanz ist er bis heute verbreitet.
Als Jahr seines ersten Auftretens gilt 1914. Woher der Name stammt, ist nicht geklärt; eine verbreitete Erklärung führt ihn auf den Varietékünstler Harry Fox zurück. Populär machte den Tanz das Tänzerpaar Vernon und Irene Castle, und W. C. Handy sah in seinem Memphis Blues die Anregung dazu. Von den späten 1910er bis in die 1940er Jahre war der Foxtrott der beliebteste schnelle Tanz; die große Mehrheit der in dieser Zeit veröffentlichten Schallplatten waren Foxtrotts.
Spielpraxis
Halte den Puls gleichmäßig und das Tempo konstant; Tänzer brauchen Verlässlichkeit. Arbeite die Synkopen der Melodie leicht heraus, ohne die Begleitung aus dem Takt zu bringen. Spiele die Begleitung schlank. Und kläre, welcher Foxtrott gemeint ist — das Tempo unterscheidet sich erheblich.