Zum Inhalt springen
Form

Française

Lebhafter französischer Rundtanz im 6/8-Takt, im 19. Jahrhundert auch in Deutschland beliebt.

Was es bedeutet

Die Française ist ein lebhafter französischer Gesellschaftstanz im 6/8-Takt, der in Gruppen getanzt wird. Der Name bedeutet einfach „die Französische“. Sie gehört in die Familie der Kontretänze, bei denen Paare in Reihen oder Figuren gemeinsam tanzen.

Musikalische Verwendung

Im 19. Jahrhundert war die Française auch in Deutschland ein beliebter Tanz auf Bällen und im Familienkreis und wurde in Sammlungen für Klavier gedruckt. Oft stand sie am Ende einer Tanzfolge und hatte einen fröhlichen, bewegten Charakter. Sie ist eng mit dem Kontretanz und der Quadrille verwandt, aus der später die Quadrille des 19. Jahrhunderts hervorging.

Abzugrenzen ist die Française von der Écossaise, einem schottisch benannten Kontretanz im Zweiertakt, und vom Walzer, der im Dreiertakt und als Paartanz getanzt wird. Auch vom Menuett unterscheidet sie sich durch ihr rascheres Tempo und den geselligen Gruppentanz.

Spielpraxis

Spiele die Française mit einem gleichmäßigen, fröhlichen Puls in zwei Schwerpunkten pro Takt und mit leichter, klarer Artikulation. Wenn du sie zum Tanz begleitest, halte das Tempo stabil, denn Tanzende brauchen einen verlässlichen Puls.