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Takt

Sechsachteltakt

Der Sechsachteltakt enthält sechs Achtel je Takt, geordnet in zwei Gruppen zu je drei. Die Zählzeit ist die punktierte Viertel: Der Takt hat zwei Schläge, von denen jeder dreiteilig unterteilt ist. Er gehört zu den zusammengesetzten Taktarten.

Taktangabe
6/8
Schläge
zwei (punktierte Viertel)
Unterteilung
je drei Achtel
Verwandt
9/8, 12/8 (ebenfalls zusammengesetzt)
Nicht zu verwechseln mit
Dreivierteltakt

Zwei Schläge, je dreiteilig

Der Takt hat zwei Hauptschläge, und jeder Schlag lässt sich in drei Achtel teilen. Gezählt wird deshalb nicht „eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs“ mit gleicher Betonung, sondern „eins zwei drei vier fünf sechs“, wobei die Schwerpunkte auf eins und vier liegen. Die Zählzeit ist die punktierte Viertel, die so lang ist wie drei Achtel.

6/8: zwei Gruppen zu drei Achteln

6 8

Die Achtel sind zu zwei Dreiergruppen gebalkt. Der zweite Takt hat zwei punktierte Viertel, also zwei Schläge. Tempo 90 bezieht sich hier auf das Viertel, die punktierte Viertel läuft also etwa 60-mal pro Minute.

Dieselben Töne in 3/4: drei Gruppen zu zwei

3 4

Die Noten sind identisch. Der Unterschied liegt in der Balkung und im Schwerpunkt: Im Dreivierteltakt gruppieren sich die Achtel zu drei Paaren, es gibt drei Schläge. Im zweiten Takt laufen die zwei punktierten Viertel quer zu den drei Schlägen.

Im Glossar: Dreivierteltakt · Punktierte Note · Taktart

6/8 und 3/4

Beide Taktarten enthalten sechs Achtel. Der Unterschied liegt allein in der Betonung, und er ist hörbar: Der Dreivierteltakt hat drei Schwerpunkte, der Sechsachteltakt zwei.

6/83/4
Achtel pro Takt66
Gruppierung2 × 33 × 2
Schwerpunktezweidrei
Zählzeitpunktierte ViertelViertel
Charakterwiegend, rollendtänzerisch, Walzer

Das bewusste Umdeuten des einen in den anderen, bei dem 6/8 und 3/4 im Wechsel stehen oder übereinander gelegt werden, ist ein bekanntes rhythmisches Mittel, besonders in der Musik spanischer und lateinamerikanischer Prägung.

Wo man ihn hört

Der Sechsachteltakt trägt Tänze wie Gigue und Tarantella, außerdem Barkarolen und Pastoralen sowie viele Wiegen- und Volkslieder. Der wiegende Charakter entsteht aus der Dreiteiligkeit der beiden Schläge, die dem Ablauf eine rollende Bewegung gibt. In raschen Sätzen wirkt derselbe Takt vorwärtstreibend, weil die kleinen Werte dicht aufeinanderfolgen. Dirigiert wird er in zwei Schlägen, in sehr langsamem Tempo auch in sechs.

Beim Einstellen des Metronoms ist zu beachten: Die Tempoangabe bezieht sich in diesem Takt meist auf die punktierte Viertel, nicht auf die Achtel. Ein Punkt, der leicht übersehen wird.

Zum Üben: Klatsche die Zeile in 6/8 und zähle laut „eins zwei drei vier fünf sechs“, mit Betonung auf eins und vier. Klatsche danach dieselben Noten in 3/4 und betone eins, drei und fünf. Du hörst, wie die gleichen Töne einen anderen Charakter bekommen.