Frosch
Griffende des Streichbogens mit der Vorrichtung zum Spannen der Haare.
Was es bedeutet
Der Frosch ist das Griffende des Streichbogens. An ihm halten Spielende den Bogen, und in ihm sitzt die Vorrichtung, mit der sich die Bogenhaare spannen lassen: Eine Schraube am Ende des Bogens bewegt den Frosch und damit die Haare. Der Name kommt von der Form des Stücks, das an einen kleinen Frosch erinnert.
Musikalische Verwendung
Der Frosch besteht meist aus Ebenholz, oft mit Perlmuttauflagen und Metallteilen aus Silber oder Neusilber, und ist bei Violine, Viola, Violoncello und Kontrabass unterschiedlich groß. Beim Spielen „am Frosch“ streicht man nahe dem Bogenende, wo der Bogen am schwersten ist; das ergibt kräftige, druckvolle und markante Töne, während die Bogenspitze leichter und zarter klingt. Die italienische Bezeichnung lautet „al tallone“, die französische „au talon“.
Abzugrenzen ist der Frosch von der Stange, dem langen Holzteil des Bogens, und von der Spitze am anderen Ende. Beim Kontrabass gibt es zwei unterschiedliche Bogenformen, den deutschen und den französischen Bogen, die sich auch im Bau des Froschs unterscheiden.
Spielpraxis
Halte den Bogen am Frosch locker und beweglich, mit gerundeten Fingern und entspanntem Daumen; verkrampfte Finger ersticken den Klang. Nutze den Frosch bewusst für kräftige Stellen, Akzente und Marcato, und wechsle in der Bogenmitte oder zur Spitze, wenn du weicher spielen willst.