Horn
Blechblasinstrument mit eng gewundenem Rohr, Trichtermundstück und weitem Schallbecher.
Was es bedeutet
Das Horn, in der Kunstmusik meist Waldhorn oder Orchesterhorn genannt, ist ein Blechblasinstrument mit langem, eng gewundenem, konisch erweitertem Rohr, einem Trichtermundstück und einem weiten Schallbecher. Das Rohr des üblichen Horns in F misst ausgestreckt rund 3,7 Meter. Der Klang ist warm, weich und rund und verbindet sich gut mit Holz- und Blechbläsern.
Musikalische Verwendung
Das Horn stammt vom Jagdhorn ab und wurde im Barock in die Kunstmusik übernommen. Das Naturhorn ohne Ventile konnte nur die Töne der Naturtonreihe spielen; durch Stopfen mit der Hand im Schallbecher ließen sich weitere Töne gewinnen. Anfang des 19. Jahrhunderts kamen Ventile hinzu, die die Tonleiter vollständig spielbar machten. Heute ist das Doppelhorn in F und B Standard. Im Orchester und in Bläserquintetten übernimmt das Horn Melodien, Harmoniefüllung und Signalrufe, etwa in Sinfonien von Beethoven, Brahms und Mahler.
Abzugrenzen ist das Horn von der Trompete, die enger, heller und zylindrisch gebohrt ist, vom Flügelhorn, das ein weicheres Klangbild hat, und vom Alphorn, einem langen Holzhorn ohne Ventile. Auch in Bau, Mundstück und Klang unterscheidet es sich von der Posaune.
Spielpraxis
Achte beim Horn auf einen sicheren Ansatz, denn die Töne liegen dicht beieinander und rutschen leicht. Halte die rechte Hand ruhig und locker im Schallbecher, denn sie beeinflusst Klang und Intonation. Übe Legato und Lippenbindungen sorgfältig, um weiche Übergänge zu erreichen.