Horn
Das Horn ist ein Blechblasinstrument mit kreisförmig gewundenem Rohr. Das heute übliche Horn in F wird eine Quinte höher notiert, als es klingt, traditionell ohne Generalvorzeichen. In Partituren aus der Zeit der Naturhörner steht die Stimmung dabei, etwa „Corni in E“ bei Beethoven im Notenarchiv.
- Familie
- Blechblasinstrument, kreisförmig gewundenes Rohr
- Schlüssel
- Violinschlüssel, tiefe Lagen auch Bassschlüssel
- Vorzeichen
- traditionell ohne Generalvorzeichen
- Heute
- meist Doppelhorn in F und B
Ein kreisförmig gewundenes Rohr
Das Horn ist ein Blechblasinstrument, dessen Rohr kreisförmig gewunden ist. Bis in die Klassik gab es nur Naturhörner ohne Ventile. Für verschiedene Tonarten nahm man Hörner in verschiedenen Stimmungen, etwa ein Horn in C und eines in Es für c-Moll. Heute spielt man im Orchester meist ein Doppelhorn, das ein F-Horn mit einem eine Quarte höheren B-Horn verbindet.
Eine Quinte tiefer als notiert
Das Horn in F ist ein transponierendes Instrument: Es wird eine Quinte höher notiert, als es klingt. In heutiger Notation gilt das im Violinschlüssel wie im Bassschlüssel. Traditionell steht die Hornstimme ohne Generalvorzeichen; nötige Vorzeichen werden einzeln vor die Noten gesetzt.
Horn in F: notiert
Eigenes Beispiel, wie es in einer F-Hornstimme steht. Diese Zeile ist zum Ansehen.
Dieselben Töne, wie sie klingen
Eine Quinte tiefer: Aus dem notierten c′ wird f, aus c″ wird f′. Notiert ist ein C-Dur-Dreiklang, es klingt F-Dur.
Stimmungen in alten Partituren
In Partituren aus der Zeit der Naturhörner gibt der Komponist an, welches Horn gemeint ist. „Horn in E“ klingt eine kleine Sexte tiefer als notiert, „Horn in C“ eine Oktave tiefer. Die Tabelle fasst das zusammen:
| Angabe in der Stimme | Klingt gegenüber der Notation |
|---|---|
| Horn in F | eine Quinte tiefer |
| Horn in E | eine kleine Sexte tiefer |
| Horn in C (tief) | eine Oktave tiefer |
Im Notenarchiv stehen bei Beethoven „Corni in E“, bei Dvořák Hörner „in E, then C“: Die Spieler wechseln im Lauf des Satzes die Stimmung.
Horn im Notenarchiv
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Sinfonie Nr. 9 e-moll, 2. Satz: Largo Antonín Dvořák (1841–1904), „Aus der Neuen Welt“, laut Blatt op. 95 · Partitur · 18 Seiten
Zwei Systeme für vier Hörner: „Horn I II in E, then C“ und „Horn III IV in C, then E“. Beide stehen ohne Vorzeichen, während die Flöten fünf ♭ haben. Über dem zweiten System steht „Solo IV“, beide beginnen ppp.
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Sinfonie Nr. 7 A-Dur, 2. Satz: Allegretto Ludwig van Beethoven (1770–1827), laut Blatt op. 92 · Partitur · 54 Seiten
Das fünfte System heißt „Corni in E“. In den Takten 1 und 2 halten die Hörner mit den anderen Bläsern einen Akkord, f mit Decrescendo-Gabel, in Takt 3 pp.
Häufige Fehler
- Hornstimmen klingend lesen: Die Noten zeigen den Griff; beim F-Horn klingt alles eine Quinte tiefer.
- Fehlende Vorzeichnung für C-Dur halten: Die Hornstimme steht traditionell ohne Generalvorzeichen; die Tonart ergibt sich aus dem Zusammenhang.
- „Horn in E“ mit der Tonart verwechseln: Die Angabe nennt die Stimmung des Instruments.
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Verwandte Begriffe
TranspositionObertonreiheGestopftPosauneTenorhornNaturtrompetePartiturOrchesterHornquinten
Redaktion: Maik Krohm · fachlich geprüft am 04.10.2026
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