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Form

Interludium

Zwischenspiel.

Was es bedeutet

Interludium ist das lateinische Wort für Zwischenspiel: ein Musikstück oder Abschnitt, der zwischen zwei größere Teile eines Werkes oder einer Handlung eingeschoben ist. Es überbrückt eine Pause, bereitet einen Wechsel vor oder lässt eine vorangegangene Stimmung nachklingen.

Musikalische Verwendung

In der Orgelmusik bezeichnet das Interludium ein kurzes Stück, das zwischen den Strophen eines Chorals gespielt wird, während die Gemeinde Atem holt. In Oper, Schauspiel und Ballett steht es zwischen Szenen oder Akten und übernimmt ähnliche Aufgaben wie das Entr’acte oder das Intermezzo. Auch in vokaler und instrumentaler Konzertmusik kann ein Interludium einen Übergang zwischen Sätzen oder Abschnitten bilden.

Abzugrenzen ist das Interludium vom Präludium, das vor einem Stück steht, und vom Postludium, das es beschließt. Vom Entr’acte, das speziell zwischen den Akten einer Oper steht, unterscheidet es sich durch seine allgemeinere, auch außerhalb der Bühnenmusik gebräuchliche Verwendung.

Spielpraxis

Höre bei einem Interludium auf seine vermittelnde Funktion: Es soll meist ruhiger sein als das Vorangegangene und auf das Folgende vorbereiten. Wenn du ein Interludium an der Orgel spielst, halte es kurz und unaufdringlich, damit die Gemeinde den Faden der nächsten Strophe nicht verliert.