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Geschichte

Jagdmusik

Historische höfische Bläsermusik (v. a. Hörner), die Beginn, Ende und Erlegung des Wildes bei der Jagd musikalisch begleitete.

Was es bedeutet

Jagdmusik bezeichnet die historische, höfisch geprägte Bläsermusik, die den Ablauf einer Jagd musikalisch begleitete und signalisierte. Mit Hörnern wurden Beginn, Stationen und Ende der Jagd sowie das Erlegen des Wildes angekündigt.

Musikalische Verwendung

Besonders in der französischen und mitteleuropäischen Parforcejagd des 17. und 18. Jahrhunderts entwickelte sich ein umfangreiches Repertoire fester Signale, die sich Jäger und Hornisten über weite Entfernungen verständlich machten. Diese Signale, darunter das Halali zum Abschluss der Jagd, beruhten auf den Tönen der Naturtonreihe, da die verwendeten Hörner noch keine Ventile besaßen. Die Jagdmusik beeinflusste auch die Kunstmusik: Komponisten griffen Hornrufe und Jagdrhythmen in Sinfonien, Opern und Kammermusik auf, um ländliche oder höfische Jagdszenen zu evozieren.

Abzugrenzen ist die Jagdmusik vom einzelnen Signal wie dem Halali, das nur einen Ausschnitt des gesamten Repertoires bildet, und von der Militärmusik, die ähnliche Bläserklänge für andere Zwecke, etwa Kommandos und Märsche, nutzt. Auch von der Kunstmusik mit Jagdmotiven unterscheidet sie sich, da diese die tatsächliche Signalfunktion nur nachahmt.

Spielpraxis

Wenn du dich mit Jagdmusik beschäftigst, höre auf die klare, weit tragende Melodik der Signale, die aus wenigen Naturtönen besteht. Vergleiche verschiedene Signale miteinander, um ihre jeweilige Funktion, etwa Aufbruch, Fund oder Ende der Jagd, zu unterscheiden.